Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


  Startseite

 Info
 
 News
 
 
 Flyer
 
 
 Rundbrief
 
 
 Presse
 
 
 Links
 
 
 Top 10
 

 Selbsthilfe
 
 Bayern
 
 
 Deutschland
 

 Über uns
 
 Unsere Ziele
 
 
 Satzung
 
 
 Archiv
 

 Themen
 
 Offener Dialog
 
 
 Soteria
 
 
 Pharmaindustrie
 
 
 Psychische Gesundheit
 
 
 Ausnahmezustände
 
 
 Kliniken in Bayern
 

 Kontakt
 
 Vorstand
 
 
 Mitgliedschaft
 
 
 Impressum
 





Offener Brief der PSG ilm Pfaffenhofen

Wir brauchen auch in Bayern ein Hilfegesetz für den psychiatrischen Bereich (PsychHG). Der Maßstab ist Selbstbestimmung und Teilhabe!

Offener Brief
Pfaffenhofen, den 21. April 2013

Sehr geehrter Herr Minister Huber,

Sie sind als Staatsminister der Gesundheit auch maßgeblich verantwortlich für die Psychiatrie. Machen Sie bitte das Thema zur Chefsache und stärken Sie den Bereich auch in Ihrem Ministerium!

Wir, Betroffen aus Pfaffenhofen, sagen Herzlich Willkommen! Wir wollen schon lange, dass nicht nur das bayrische Unterbringungsgesetz dem modernen Bundes-und Menschenrecht angepasst wird, sondern in dem Zug auch endlich ein Psychiatrie-Hilfe-Gesetz (PsychHG) kommt. Psychiatrische Versorgung muss besser werden, zuverlässig vorgehalten sein und gut organisiert. Dafür müssen auch die öffentlichen Hände in ihrem Zusammenspiel und konkreten Verantwortungen klar definiert werden.

Wir sind Betroffene ("Psychiatrie-Erfahrene"), die ihre Verantwortung für und in einem solchen Gesetzfindungsprozess erkennen und übernehmen wollen. Gerne stehen wir Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Freundliche Grüße,

- Almuth Rönner (PSG ilm )
- A. Klein (PSG ilm),
- Günter Merkl (PSG ilm)
und Freunde


Frau Oswald vom StMUG nimmt das Schreiben entgegen


Demo für ein PsychHG in Pfaffenhofen



Wir brauchen ambulante Krisendienste flächendeckend in ganz Bayern für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Die Würde und die Unversehrtheit der Person sowie die freie Selbstbestimmung muss auch in der Psychiatrie im Mittelpunkt stehen.

Der in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegte Grundsatz der Mitwirkung der Betroffenen in allen ihren Angelegenheiten muss für gesetzgeberische, gestaltende und persönliche Aufgaben durch-dekliniert werden.

Wir brauchen einen Prozess, in dem auch die Gemeinden sich auf Psychiatrie-Erfahrene und ihre Angehörigen zu bewegen - damit keine(r) sich mehr z.B. aus Scham umbringt.

Sehr hohe Unterbringungszahlen in Bayern weisen darauf hin, dass dieses Phänomen untersucht werden muss. Wir gehen davon aus, dass die bayrische Psychiatrie noch besonderer Unterstützung für eine Erneuerung bedarf. Dafür schlagen wir z.B. den Ausbau niederschwelliger und unabhängiger psychiatrischer Beschwerdestellen vor.

Wir unterstützen die bayrischen Initiativen für ein PsychHG/PsychKG, d.h. ein Gesetz, das Hilfen für psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen beschreibt und das eine deutliche Verbesserung befördert.

22. April 2013