Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Zum Brandopfer in Mainkofen

Brief an die Süddeutsche Zeitung

Sehr geehrter Herr Dr. Prantl!

Zu allererst, möchte ich Sie und Ihr Team von der Süddeutschen Zeitung zu der gelungenen Recherche und Berichterstattung im Falle von Gustl Mollath gratulieren. Ohne Ihre wertvolle Journalistische Arbeit wäre das Verfahren nicht wiederaufgenommen worden. Gustl Mollath würde bis zum Endes seiner Tage in der geschlossenen Forensik schmoren. Wir haben Ihre Berichterstattung dazu immer mit großer Beachtung gelesen.

Nun zum Falle des Brandopfers in Mainkofen. Mein Landesverband, in dessen Auftrag ich an Sie schreibe, bittet Sie um Mithilfe. Es hat den Anschein, als wolle man hier auch etwas unter den Tisch kehren, wie so oft, wenn es um Ungereimtheiten in der Psychiatrie in Bayern der Fall ist.

Wir verfolgten die Berichterstattung bei diesem Fall mit großem Interesse. Wir können uns heute noch nicht vorstellen, wie es sein kann, daß ein Betroffener an fünf Punkten fixiert ist und dann in einer Klinik bei einem Brand erstickt. Es war offensichtlich niemand vom Personal in der Lage, den Mann bei dem Brand aus seiner hilflosen Lage zu befreien. Nicht nur deshalb fordert der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. begleitenden Sitzwachen bei Fixierungen. Nachdem die zuständige Staatanwaltschaft, Frau Leitende Oberstaatsanwältin Schwaiberger, nicht bereit ist, uns Auskunft darüber zu erteilen, warum das Verfahren zu einer Einstellung geführt hat, enden wir uns nun an Sie. Interessant, auch für Ihre Leser und unsere Mitglieder wird sein, welches Ermittlungs-Ergebnis vorliegt und warum kein Verantwortlicher ermittelt worden ist. Immerhin ist der Tod eines Menschen hier zu beklagen gewesen.

Wir bitten Sie auch hier, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu recherchieren. Über eine Rückantwort Ihrerseits würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Wilhelm Hasel
Dipl. Verwaltungswirt (FH)

30. März 2013