Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Archiv


Psychiatrische Krisenhilfe - was brauchen wir?

Herzliche Einladung zum
Austauschtreffen für Menschen
mit Psychiatrie-Erfahrung in Schwaben
Samstag, 17. Dezember 2016, 14 bis ca. 17 Uhr
hotel am alten park, Augsburg


Sehr geehrte, liebe Damen und Herren,

vielleicht geht es Ihnen wie uns und Sie wünschen sich seit langem, dass Sie auch in seelischen Krisen einen Krisendienst rufen oder aufsuchen können.

Der Bayerische Landtag möchte nächstes Jahr ein Gesetz verabschieden, das den Krisendienst endlich ermöglicht. Unseren Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener (BayPE) e.V. erreichte nun vom Bezirk Schwaben die Anfrage nach unseren Erfahrungen und Wünschen. Eine Chance, Ihre Perspektive als Psychiatrie-Erfahrene(r) einzubringen:

Was hat Ihnen geholfen? Was nicht? Was hätten Sie gebraucht? Wir laden Sie ein, mit uns Ihre Erfahrungen mit den psychiatrischen Einrichtungen in Schwaben zu teilen.

Mehr Informationen: siehe PDF-Einladung

8. Dezember 2016


Einladung nach Hof

Dritter Selbsthilfetag in Oberfranken

Wir treiben die Vernetzung Psychiatrie-Erfahrener in Oberfranken voran. Unser dritter Selbsthilfetag dieses Jahr findet statt am

20. Oktober 2016   in Hof

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, wenn Sie

  • selbst etwas für sich tun möchten
  • stärker werden wollen, indem Sie sich mit anderen Betroffenen zusammentun
  • praktisch ausprobieren möchten, was in einer Selbsthilfegruppe geschieht
  • Selbsthilfe-Aktive aus der Region und ganz Bayern kennenlernen möchten
  • sich für Psychiatrie-Erfahrene engagieren möchten

Vielleicht möchten Sie auch einfach die Gelegenheit nutzen, sich in angenehmer Atmosphäre mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die örtlichen Selbsthilfegruppen „Das Boot“ und „Seelenpower“ stellen sich vor.

Anmeldung bitte per Post über den Flyer (hier weitere Infos)
oder per E-Mail an .

Die Anmeldung wird verbindlich mit Überweisung
des Teilnahmebeitrags von 5 Euro.

3. Oktober 2016


Selbsthilfetag in Coburg

Einladung zum 2. Bayerischen Selbsthilfetag 2016

Coburg, Sa. 2. Juli 2016, 9:30-16:30 Uhr

Die Selbsthilfetage haben schon eine lange Tradition in der Geschichte des BayPE. Dieses Jahr laden wir zum zweiten Mal dazu ein, diesmal nach Coburg! Details: siehe Flyer

Hier wollen wir unser Verständnis von Selbsthilfe als Alternative und Ergänzung zur psychiatrischen Versorgung vorstellen und darüber sprechen, was wir selbst (gemeinsam) tun können, um seelische Krisen zu überwinden. Wir erproben dabei auch die Praxis der Selbsthilfe und erleben, wie sie in der Kleingruppenarbeit umgesetzt werden kann.

Eingeladen sind alle Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung, die in die Selbsthilfe reinschnuppern, sich vernetzen, einer Gruppe anschließen oder sogar eine gründen wollen. Kommen Sie zum Austausch in angenehme Atmosphäre, in der auch für das leibliche Wohl gesorgt ist.

Zur bitte folgendes angeben: Name, Adresse, ggf. Besonderheiten (Allergien usw.), Teilnahme am Malen (ja/nein). Die Anmeldung wird verbindlich mit Überweisung des Teilnahmebeitrags von 6 Euro (inkl. Speisen und Getränke), siehe Flyer.

14. Juni 2016


20 Jahre Einsatz für Psychiatrie-Erfahrene

Einladung zum Fachtag organisierter Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe in Bayern

Pressemeldung

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BayPE e.V.) feiert mit einem Fachtag sein 20-jähriges Jubiläum

von
Dienstag, 17. bis Mittwoch, 18. Mai 2016
im Bildungszentrum Kloster Banz.

Eingeladen sind alle Mitglieder und Aktive in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener, sowie Angehörige von Menschen mit der Erfahrung psychischer Krisen, deren Freunde und Förderer.

Den Auftakt bilden Glückwünsche und Grußworte

  • von Herrn Achim Kuck, Vorstandsmitglied des BayPE e.V.
  • von Frau Kathrin Sonnenholzner, Mitglied des Bayerischen Landtags
  • von Frau Susanne Stier, Vorstandsmitglied der Münchener Psychiatrie-Erfahrenen e.V.
  • von Herrn Dr. Georg Walzel, Ministerialdirigent des Ministeriums für Gesundheit und Pflege
  • von Frau Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Menschen mit Behinderung
  • und von Frau Heidi Popp, vom Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker
  • angefragt ist Herr Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags

Für den musikalischen Rahmen spielt das Landesverbandsorchester auf.

Mit der Lesung des Augenzeugentextes Wie es begann - Bayerns Psychiatrie-Erfahrene organisieren sich und dem Impuls-Referat Recovery-Bewegung wird die Richtung des ersten Tages gezeichnet. Die Teilnehmenden werden sich auf ihre Ressourcen und Bedarfe besinnen können um gemeinsam in Kleingruppen exemplarisch Beispiele für gelingende Alternativen zur herkömmlichen psychiatrischen Behandlung zu erarbeiten und zu formulieren.

Am zweiten Tag referiert Herr Werner Brand, Bürgerhilfe in der Psychiatrie, Landesverband Bayern e.V. zum Thema „Achtsamkeit“. Anschließend werden diverse Gesprächsforen angeboten.

Dabei soll eine Gewissheit den Teilnehmenden bleiben:
Vor 20 Jahren, am 18. Mai 1996, konstituierte sich in Nürnberg die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie Erfahrener im Bundesverband Psychiatrie Erfahrener e.V. aus der heraus sich der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. 2001 als Verein gründete und heute nach 20 Jahren ist er immer noch da.

Der BayPE e.V. bedankt sich für die Förderung durch seine Mitglieder und Spender, durch die Bayerische Staatsregierung, vertreten durch die Regierung von Oberbayern, durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, durch die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, durch den Verband der Bayerischen Bezirke und die sieben Bayerischen Regierungsbezirke.

Einladungs-Faltblatt für den Fachtag auf Kloster Banz:

16. April 2016


Bayreuth war ein voller Erfolg

Pressemitteilung
des BayPE e.V.
zu den Ergebnissen des Bayreuther Selbsthilfe-Tages am 26. März 2016:

Beglückende Inklusion am Selbsthilfetag

Am Karsamstag veranstaltete der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener einen Selbsthilfetag im Evangelischen Gemeindehaus in der Richard-Wagner-Straße 24 in Bayreuth. Interessierte, die entweder bereits einer Selbsthilfegruppe angehörten, auf der Suche nach einem Angebot waren oder sich über eine Gründung informieren wollten, wurden eingeladen.

Pünktlich um 9:30 Uhr begrüßte Frau Heland-Graef, Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener die Vertretung der Oberbürgermeisterin von Bayreuth, Frau Steininger von der Fraktion Bündnis 90/Grüne. Frau Steininger erzählte, wie sehr sie sich freue die Teilnehmenden zu dem Selbsthilfetag begrüßen zu dürfen und gab unumwunden zu, dass für sie Selbsthilfe lange Zeit nur in Verbindung zu Körperbehinderungen ein Thema gewesen sei.

Umso mehr freue es sie, an diesem Selbsthilfetag eines Besseren belehrt zu werden. Es sei ihr wichtig, dass es nicht nur negative Schlagzeilen gibt. Als Beispiel erwähnt Frau Steininger den Germanwings-Absturz. Außerdem betont sie den Erfolg, dass gerade vom Bayerischen Landtag ein neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz auf den Weg gebracht werde.

Frau Claudia Friedel, von der Selbsthilfeunterstützungsstelle Bayreuth (angesiedelt in den Räumen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) konnte man die Freude förmlich ansehen, dass auch Menschen von anderen Selbsthilfegruppen gekommen sind. Anhand einer Präsentation stellte sie vor, was Selbsthilfe ist und was sie bewirken kann. Frau Heland-Graef ergänzte diesen Beitrag um die Aspekte, das Anliegen zur Selbsthilfe zu gehen, geschehe auch um nicht zu vereinsamen, beziehungsweise sich in der Gemeinschaft zu festigen und gegenseitig zu unterstützen. Frau Gesslein von den Angehörigen Psychisch Kranker Bayreuth rundete die Begrüßung mit Ihrem Grußwort ab.

Frau Heland-Graef, Mitglied im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener äußerte sich zum Ende der Grußworte und Vorträge zutiefst beindruckt darüber, dass auch von anderen Selbsthilfegruppen Mitglieder gekommen waren. „So können wir von diesem Tag sagen, was andere immer wollen und nicht schaffen“, erkannte sie beglückt: „Wir haben Inklusion an diesem Tag gelebt, gearbeitet und uns daran erfreut. Das war eine wertvolle Erfahrung.“

Nach einem guten Mittagessen teilten sich die Anwesenden, wie von selbst in eine Gesprächsgruppe und eine Malgruppe auf. „Das war ein sehr lebendiger Selbsthilfetag mit sehr guten Ergebnissen“, resümierte Frau Heland-Graef: Wieder einmal wurden wir bestätigt in unserer Arbeit. Rückmeldungen wie "es war für mich positiv gestaltet“ oder „habe jetzt neuen Mut und Kraft weiterzumachen" bis zu "es waren gute Strömungen und ein gutes Ergebnis" stehen doch für sich selbst.

4. April 2016


Kunst für alle Menschen

Inklusive-Kunstausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern

(ein Hinweis der Münchner Psychiatrie-Erfahrenen MüPE e.V.)

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung

Schichtarbeit - Papierarbeiten von Dörthe Bäumer und Lotte Lehmann

am Mittwoch, 16. März 2016, Beginn 18 Uhr
mit einem Grußwort
der stellvertretenden Bezirkstagspräsidentin Friederike Steinberger
Einführung: Anna Wondrak, Kunsthistorikerin

Tanz-Performance Körperträume - Traumkörper von abArt

Galerie Bezirk Oberbayern
Prinzregentenstraße 14 (gegenüber Haus der Kunst)
80538 München

    PDF-Einladung

Die Veranstaltung ist gebärdenunterstützt.
Für schwerhörige Personen gibt es eine mobile Induktionsschleife. Der Ausstellungstext steht auch in Leichter Sprache und Brailleschrift zur Verfügung.

Die Ausstellung kann man bis zum 10. Juni 2016 besuchen.

9. März 2016


Selbsthilfe-Tag in Bayreuth

Der BayPE e.V.

lädt herzlich ein zum
Bayerischen Selbsthilfetag 2016

am Samstag, 26. März 2016
von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr nach Bayreuth


Alle Einzelheiten entnehmt bitte der PDF-Einladung.
Interessierte Psychiatrie-Erfahrene sind herzlich willkommen! Wir bitten um eine Anmeldung.

25. Februar 2016


Rundbrief 2015

Der BayPE-Rundbrief 2015 ist fertiggestellt worden.

Informieren Sie sich über das geplante PsychKHG, die Soteria in Zwiefalten, über die Ergebnisse verschiedener Kongresse des Jahres in der Region Bayern und über die psychischen Probleme der Angehörigen.

Weiterhin wird vom Selbsthilfetag berichtet, vom Forum Akutpsychiatrie und die Situation ehemaliger Heimkinder wird erläutert.

Am Anfang steht aber ein wichtiges Telegramm aus Schwaben und die Ehrung eines langjährigen Selbsthilfe-Aktivisten. Viel Spaß beim Lesen wünscht

der BayPE-Vorstand

17. Dezember 2015


Einladung zum Thema Offener Dialog

Wir zeigen die:

Filmdokumentation "Open Dialogue / Offener Dialog" (OmU, 2013) von Daniel Mackler
mit anschließender Diskussion, geführt von Psychologen und Betroffenen

In einer neuen Form des gleichberechtigten Gesprächs ist jede einzelne Stimme wichtig, insbesondere die des Klienten selbst.

Dienstag, den 10. November 2015, 17.45 Uhr
Tagesstätte des Diakonischen Werkes
Herzog-Wilhelm-Str. 1
86415 Mering

Es kann bis 21 Uhr dauern, ein kleiner Imbiss ist vorhanden.

1. November 2015


Auszeichnung für BayPE-Mitglied

Reinhold Hasel erhält Verdienstorden der Bundesrepublik

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Reinhold Hasel verliehen am 10. September 2014 vom Bundespräsidenten Joachim Gauck auf Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, überreicht vom Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl im Juli 2015.

Aus der Laudatio
von Oberbürgermeister
Dr. Kurt Gribl:

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 gestiftet vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Dieser Orden, so der Willen des Stifters, „soll eine Auszeichnung all derer sein, die zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beitragen.“ Das Wort „Aufstieg“ ist der Zeit von 1951 geschuldet, als der Wiederaufbau Deutschlands zentrale Aufgabe der Gesellschaft war. Heute können wir „friedlichen Aufstieg“ vielleicht mit „friedliche Gestaltung und gesellschaftliche Weiterentwicklung“ beschreiben. Dies ist zu jeder Zeit nötig und wichtig. Ein Bürger unserer Stadt, der diese Kriterien erfüllt, ist Herr Polizeioberkommissar a.D. Reinhold Hasel. Maßgebliche Ehrenämter von Herrn Hasel:

  1. Mitglied im Behindertenbeirat der Stadt Augsburg seit 2001; dort im Fachbereichssprecher bis 2013
  2. Vorstand im Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. bis 2014
  3. Vorstand im Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. bis 2012

Die Auflistung belegt herausragenden Einsatz von Herrn Hasel für Menschen mit Behinderung. Er engagiert sich unermüdlich, gibt umfangreiches Wissen weiter und fordert andere auf zum Mitmachen. Besonderes Verdienst hierbei Ihr Einsatz um Belange von Menschen mit psychischer Behinderung. Diese Gruppe wird oft nicht wahrgenommen, da die Behinderung nicht äußerlich sichtbar ist. Seit 2007 organisieren Sie mit dem Schwäbischen Schaustellerverband den Augsburger Plärrer-Rundgang des Behindertenbeirates, an dem ca. 120 Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung teilnehmen. Diese Umsetzung des Inklusionsbeirates ist beispiellos, hat in ganz Schwaben für positives Echo gesorgt. Durch Ihr wertvolles Engagement haben Sie, Herr Hasel, sich für den Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener und den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. überaus verdient gemacht. Aufgrund dieses vielfältigen Engagements werden Sie hier und heute mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

16. September 2015


Hinweis zur Mitgliederversammlung

Jahresmitgliederversammlung 2015 des BayPE e.V.

Alle Mitglieder haben eine schriftliche Einladung zur jährlichen Vereinsversammlung erhalten, zusammen mit der Tagesordnung, dem Jahrestätigkeitsbericht und einer Aufstellung der Finanzen, dem Jahresabschluss 2014. Die entsprechende Einladung ging am 22. Juli 2015 in die Post.

Trotzdem, an dieser Stelle, noch einmal die Einladung an alle Mitglieder für den
Samstag, 12. September 2015 im Eine-Welt-Haus-München e.V., in der Schwanthaler Str. 80, Rückgebäude Untergeschoss - "Weltraum", Aufzug vorhanden.

10:30 bis 12:30 Uhr Mitgliederversammlung
14:00 bis 16:00 Uhr Offene Vorstandssitzung


Getränke und eine kleine Brotzeit gibt es gratis. Sie können aber auch im hauseigenen Gasthaus Mittag essen gehen. Die Kosten für ein Bayern-(Gruppen)-Ticket werden auf Antrag erstattet.

Weitere Infos über unsere Geschäftsstelle Tel. 0821 / 450 478 63 -
Herzliche Grüße und eine gute Anreise wünscht der Vorstand!

9. September 2015


Veranstaltungen in Dillingen und Günzburg

Woche der seelischen Gesundheit in Schwaben

Anlässlich des 23. Welttages der seelischen Gesundheit finden
vom 4. Oktober bis 8. Oktober 2015 in Günzburg und Dillingen wieder Filmtage statt, die sich mit dem Thema Psychiatrie und mit seelischen Problemen beschäftigen. Außerdem gibt es am Abschlussabend einen Gedankenaustausch zwischen Patienten, Angehörigen und Profis (Trialog) zum Schwerpunkt "Psychiatrie im Wandel der Zeit" in der Kunst- und Kulturkneipe Chili in Dillingen. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Das Programm, insbesondere Infos zu den Filmen, finden Sie auf nebenstehendem Flyer, den die Transmitter-Selbsthilfegruppe Dillingen herausgibt und die maßgeblich an der Organisation aller Veranstaltungen beteiligt ist.




Ein weiteres Highlight, das jedoch schon vor den Filmtagen stattfindet, ist die Ausstellung in der Sparkasse Dillingen zum Thema "Kreatives trifft Psyche" mit Werken seelisch Erkrankter vom 14. September bis 25. September 2015. Eintritt frei.

1. September 2015


Vortrag von Reinhold Hasel

"Zum tödlichen polizeilichen Schusswaffengebrauch gegenüber einer Psychiatrie-Erfahrenen in Berlin"

Vortrag am Dienstag, 04. August 2015, 10.30 Uhr
AWO-Tagesstätte in Augsburg
Pfersee, Kirchbergstr. 23, Gebäude 37
Referent: Reinhold Hasel
Träger der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied im BayPE e.V.
Der Eintritt ist frei.

21. Juli 2015


Grußworte zur DGPPN-Ausstellung

Grußwort von Margarete Blank (Vorstand BayPE e.V.)
zur Ausstellungseröffnung „erfasst, verfolgt, vernichtet.“
im Bezirkskrankenhaus Günzburg, Mittwoch, 1. Juli 2015, 17.30 Uhr


Sehr geehrte Damen und Herren, die Sie die Ehre und Anerkennung hatten, namentlich genannt zu werden,
Sehr geehrte, liebe persönlich lebend anwesende Menschen!

Uns führt eine Zahl zusammen - 100 - und Werte, Werte, die verletzt wurden und die uns wichtig sind. Ich gratuliere den Menschen in dieser Stadt und den Machern der Ausstellung. Was mich besonders freut ist, dass die Erinnerungskultur für die Opfer des Holocaust und die Erinnerung an die Euthanasie nicht konkurrieren, sondern zusammenwirken. Die Entschuldigung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ist lobenswert. Wird sie für den nächsten Lernprozess wieder 72 Jahre brauchen? Bitte bedenken Sie: Sie sind nicht nur Kinder des Zeitgeistes, der mich öfters erschauern ließ:

In den siebziger Jahren erlebte ich während eines Freiwilligeneinsatzes, dass andere - wohlgemerkt - idealistische Jugendliche sich über die Menschen mit Behinderung dahingehend äußerten, es sei doch besser man würde sie umbringen, es sei ja eh kein Leben.

In den 80er Jahren hörte ich im Autoradio von einem Gerichtsurteil über NS-Euthanasieverbrechen. Die Strafe war so niedrig, dass sie einer Belohnung gleichkam.

Als ich selbst Erfahrung mit der Zwangspsychiatrie machte, fand ich auf einmal die Werte nicht wieder, die unsere Kultur ausmachten und die in meiner Umgebung gelebt wurden.

Vor dem Leid der Opfer stehe ich mit Achtung und mit Grauen. Die Angst, die Psychiatrie nicht mehr verlassen zu können, der Rechte beraubt zu sein, ist ein Alptraum. Die schreckliche Erkenntnis, dass andere unbeschränkte Macht über einen haben, hinterlässt Spuren. Das Erlebnis, Schaden zugefügt zu bekommen, verbunden mit absoluter Wehrlosigkeit, bringt mir die Opfer der Euthanasie näher als mir lieb ist. Am liebsten würde ich zu ihnen sagen: Wir vermissen Euch. Wie hätte unser Deutschland, unser Bayerisch-Schwaben aussehen können, wenn Ihr hättet leben dürfen?

Ernst Lossa wäre heute 85 Jahre alt und, wenn er seinem Elternhaus treu geblieben wäre, mein Nachbar. Ich würde ihm im Supermarkt oft begegnen, wir würden uns vielleicht sogar kennen und er hätte seine Stimme im selben Wahllokal wie ich abgegeben – jahrzehntelang. Er hätte sogar, mutig wie er war, die Vertretung der Psychiatrie-Erfahrenen aufbauen können, schon Jahre vor den zarten Anfängen der schwäbischen Selbsthilfe in den Achtzigern und vor der Bildung des Bundesverbandes in den Neunzigern in Kloster Irsee. Das ist nur ein Wunsch.

Die Großmutter eines Mitglieds der hiesigen Selbsthilfe fiel der Euthanasie ebenfalls zum Opfer. Bittere Realität! Ich empfinde Achtung vor den ermordeten Euthanasieopfern. Es ist uns Anliegen und Ehre zu Ihrer Würdigung beitragen zu dürfen. Voll Unverständnis nehme ich die Weigerung zur Kenntnis, die lebenden Opfer der Zwangssterilisation anzuerkennen. Da es nicht um Geld geht - welches Hintertürchen will man sich offen lassen? Liegt es in der Vergangenheit oder in der Zukunft?

Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener hat die Aufgabe, Willkür und Rassismus, Gewalt und Ausnutzung von Hilflosigkeit entgegenzutreten und eine menschliche und fachlich hoch kompetente Entwicklung einzufordern.

In unserer Satzung steht, und zwar von Anfang an (die DGPPN hatte ähnliches erst kürzlich aufgenommen): „In Erinnerung an die Verbrechen der NS-Psychiatrie betrachtet es der Verband als seine Aufgabe, der wieder auftretenden Denkweise vom "lebensunwertem Leben", wie sie zum Teil in der Genforschung in den Vordergrund gerückt wird, entgegen zu wirken.“

Auch nach 1945 gibt es Psychiatrietote und auch nach der Psychiatrie-Enquete. Mit einer bloßen Forderung namens Psychiatrie-Enquete ist es nicht getan. Wer das Gedenken nicht für die Gegenwart nutzt, kann sein Gewissen nicht entlasten.

Wir fordern:

  1. Eine echte Soteria in jeder Einrichtung,
  2. gleichberechtigten Dialog nach finnischem Vorbild, wo Schizophrenie seit 25 Jahren ausgestorben ist und
  3. ambulante Hilfe vor Ort statt stolz präsentierter Kliniken und Klinikbetten – das ist der längst fällige Weg.

So werden die Verstorbenen ernst genommen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche ehrliche Begegnungen in Freiheit.

15. Juli 2015


Zum 100-jährigen Bestehen des BKH Günzburg

Ausstellung "erfasst, verfolgt, vernichtet."
Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus


Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Verbindung mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors.

Ausstellungseröffnung findet am Mittwoch, 1. Juli 2015 um 17.30 Uhr im Festsaal des BKH Günzburg statt.

Die laufende Ausstellung findet vom 1. bis 28. Juli 2015 statt.
Di bis Fr: 14 bis 17 Uhr und Sa: 14 bis 15.30 Uhr sowie nach Absprache

Link zur Ausstellung erfasst, verfolgt, vernichtet. (Bezirkskliniken Schwaben)



Einweihung der Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Günzburg

mit interreligiöser Gedenkfeier am Sonntag, 5. Juli 2015 um 9.30 Uhr in der katholischen Kirche des Bezirkskrankenhauses Günzburg

anschließend Taufe der Rose "In Memoriam" zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus der bayerisch-schwäbischen Psychiatrie

mit den ausführenden Künstlern Dr. Horst Hoheisel, Andreas Knitz und Andrea Braun, Rosenzüchterin, Odenwald Rosen

3. Juli 2015


Bericht vom Selbsthilfe-Tag

Kleiner Selbsthilfetag in Schwaben

Samstag, 30. Mai 2015

Der kleine Selbsthilfetag in Augsburg war ein voller Erfolg, insgesamt haben 30 Personen daran teilgenommen: Mitglieder, Vorstände und Gäste. Das Gemeindezentrum St. Johannes in der Donauwörther Straße in Augsburg-Oberhausen bot den passenden Rahmen und liegt nur ein paar Schritte von der BayPE-Geschäftsstelle entfernt auf der anderen Wertachseite.

Ursula Lax aus Füssen, stellvertretende Bezirkstagspräsidentin des Bezirks Schwaben, hat in Vertretung des Bezirkstagspräsidenten Jürgen Reichart ein Grußwort gesprochen. Gertrud Bösl, Kompetenzzentrum schwäbische Sozialpsychiatrie, und Gerlinde Thon, Koordinatorin Gemeindepsychiatrischer Verbund Stadt Augsburg, Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg beim Bezirk Schwaben, waren aufmerksame Zuhörerinnen und kompetente Gesprächspartnerinnen.

Die Begrüßung von Seiten des Vorstandes haben Margarete Blank und Martina Heland-Gräf übernommen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es an die gemeinsame Arbeit. Der Workshop Reduzierung von Psychopharmaka musste wegen der kurzfristigen Erkrankung des Referenten ausfallen. Das zweite Thema „Eckpunkte für ein neues Bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG)“ bot genügend Diskussionsstoff.

Nachdem Frau Heland-Gräf den Stand der Dinge für das geplante PsychKHG kurz zusammengefasst hatte, begann eine lebhafte Diskussion, welche Punkte in einem neuen PsychKHG für Bayern unbedingt enthalten sein sollten. Nach der Mittagspause wurden in drei Arbeitsgruppen die wichtigsten Punkte nochmals zusammengetragen. Ein paar wichtige Forderungen sollen hier genannt sein:

  • Wir fordern unabhängige Beschwerdestellen außerhalb der psychiatrischen Regelversorgung.
  • In der Krise ist eine Unterbringung in Einzelzimmern sinnvoll, was bisher in den Bezirkskliniken nur in Ausnahmefällen möglich ist.
  • Einrichtung von trialogischen Besuchskommissionen.
  • Die Nachbehandlungsplanung muss vor der Entlassung der Patienten geregelt sein.
  • Einführung neuer Behandlungskonzepte: z.B. Behandlungskonferenz („Open Dialogue“)
  • Zwangsmaßnahmen und Zwangsbehandlung sind nur bei Eigen- und Fremdgefährdung vertretbar und ausschließlich mit Sitzwache und respektvoller Eins- zu-eins-Betreuung.
  • Ein neues Gesetz muss eine klare und eindeutige Struktur der Kostenzuständigkeit festlegen.
  • Begleitete Absetzgruppen für Psychopharmaka sind in ganz Bayern einzurichten.
  • Rechtsverbindliche Behandlungsvereinbarungen in der Psychiatrie sind überfällig.

Die Diskussionen wollten nicht enden, aber jede Tagung hat ein Ende, das um 16.30 Uhr gekommen war. Der Dank galt allen, die zum Gelingen des Selbsthilfetages beigetragen haben, insbesondere für das leibliche Wohl, für das zum wiederholten Mal Martina Heland-Gräf vorzüglich gesorgt und sich der Teilnehmerkreis zum Schluss mit einem Sonderapplaus herzlich bedankt hat.

19. Juni 2015


Almuth-Rönner-Inklusionspreis

Ehrung für Almuth Rönner

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) Pfaffenhofen vergibt dieses Jahr erstmalig den Almuth-Rönner-Inklusionspreis. Almuth Rönner war langjähriges engagiertes Vorstandsmitglied im Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. und aktiv in der Selbsthilfearbeit im Raum Pfaffenhofen (Ilm) tätig. Sie ist im letzten Jahr nach schwerer Krankheit verstorben. Der Preis soll das Engagement für ein würdiges Leben von psychisch beeinträchtigten Menschen anerkennen und fördern.

Weitere Informationen zum Almuth-Rönner-Inklusionspreis finden Sie unter: www.hallertau.info

29. Mai 2015


Einladung nach Augsburg

Einladung zum Selbsthilfe-Tag in Augsburg

Themen:

  • Workshop Psychopharmaka (Referent Herr Hechtfischer Vorstand BayPe)
  • Vorstellen der Eckpunkte für das PsychKHG mit anschließender Diskussion

30. Mai 2015 / 10.30 Uhr - 16.30 Uhr
86154 Augsburg
Donauwörther Str. 5
im Gemeindezentrum St. Johannes

Für weitere Infos Tel. 0821 - 450 478 63 oder siehe PDF-Flyer (oben)

1. Mai 2015


Plakat zum Download

BayPE-Plakat zur Öffentlichkeitswerbung

Das neue BayPE-Plakat (Größe DIN A4) ist fertig und kann in der Geschäftsstelle kostenlos angefordert werden. Das abstrakte Hintergrundbild auf dem Plakat ist gemalt von Franz Leitenmeier. Auf der freien Fläche im unteren Bereich kann die Kontaktadresse der Selbsthilfegruppe vor Ort eingedruckt werden oder es können auch aktuelle Veranstaltungen beworben werden.

Wir freuen uns, wenn das Plakat in den Kliniken, Arztpraxen, Apotheken, Beratungsstellen usw. eine große Verbreitung findet.

30. April 2015


Brief an das Ministerium

Betrifft: Beschluss des Bayerischen Landtags: „Eckpunkte und Runder Tisch für ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz“

Unser Brief an den Ministerialdirigenten im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 26. Januar 2015 und die Stellungnahme des Bayerischen Landesverbandes für Psychiatrie-Erfahrene e.V. zu den Eckpunkten für ein PsychKHG in Bayern, die wir in den nun beginnenden und vom Landtag beschlossenen Prozess eines „Runden Tisches“ einbringen. (siehe untenstehende Dokumente)

Statt PsychKHG sprechen wir lieber von einem Psychiatrischen Hilfegesetz (PsychHG).

Die Wahrung der Würde, der Grundrechte und der körperlichen und seelischen Unversehrtheit der Patienten in der Psychiatrie muss bei allen Überlegungen im Vordergrund stehen.

Auf drei Punkte, die auch in unserer Stellungnahme aufgeführt sind, wollen wir in besonderer Weise nochmals hinweisen:

  • Bayern braucht einen niederschwelligen, flächendeckenden Krisendienst.

  • Wir fordern, die ambulante psychiatrische Versorgung flächendeckend auszubauen und dafür Klinikplätze zu reduzieren.

  • Wir wollen, dass die erfolgreichen Konzepte Soteria und Open Dialogue in Form von Modellprojekten in jedem Regierungsbezirk gefördert werden und nach einer gewissen Zeitspanne als Regelversorgung gesetzlich festgeschrieben werden.



Brief an das StMGP, Herrn Heide (PDF-Dokument)
BayPE-Stellungnahme (PDF-Dokument)



30. Januar 2015


Erste Ergebnisse in der Politik

Runder Tisch für ein Psych(K)HG in Bayern!

Im Bayerischen Landtag kamen Abgeordnete des Gesundheitsausschusses zusammen, um möglichst schnell ein "Psychisch-(Kranken)-Hilfe-Gesetz", das diesen Namen auch verdient, in ein Gesetzgebungsverfahren zu überführen. Dazu soll ein Runder Tisch mit Abgeordneten, Angehörigen, Betroffenen-Vertretern und professionellen Helfern eingerichtet werden. Mehr zu diesem Thema, direkt vom Bayerischen Landtag.

Hier der Offizielle Beschluss als PDF zum Download.

25. Juli 2014


Abschied von Almuth



Abschiedsfeier am Donnerstag, 5. Juni 2014 um 15:00 Uhr
im InterKulturGarten am Heimgartenweg in Pfaffenhofen in freiem Rahmen

Wir betrauern den Tod von Almuth Rönner

Sie war ein wichtiger Teil unserer Bewegung und sie bleibt es auch. Mit Verwunderung stellten wir fest, wie alt sie tatsächlich war. Mit ihrer Energie, ihrem Glauben an die Machbarkeit von Veränderung wirkte sie um vieles jünger. Almuth hat nicht nur viel von der Welt gesehen, sondern auch von der Psychiatrie in Indien und sie ließ sich ein auf die Welt, die sie nun wahrscheinlich deutlicher sehen kann als wir, auf die geistig, spirituelle Dimension, auf die Liebe unserer Trösterin und Schöpferin. Almut war anscheinend ständig unterwegs, fand sich nicht ab mit Verhältnissen, die zum Resignieren einladen, schob und drückte, und beeindruckte mich mit ihrer warmen Stimme voll norddeutscher Gelassenheit. Sie vertrat den Landesverband als gleichberechtigtes Vorstandsmitglied im Expertenkreis Psychiatrie der zuständigen Ministerien, arbeitete intensiv für den Runden Tisch des Landtags zur leider immer noch ausstehenden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, setzte sich ein für ein Gesetz, das die Rechte Psychiatrie-Erfahrener sichert, baute eine Selbsthilfegruppe in Pfaffenhofen auf und brachte mit dem Open Dialog Innovation nach Pfaffenhofen und nach Bayern. Dies neben vielen anderen Aktivitäten und trotz sehr knapper finanzieller Mittel und sie immer deutlicher behindernder Krankheiten.

Wir sind dankbar für Almuths Jahre im Vorstand. Sie ist im Jahr 1960 geboren. Als sie am 30. Mai 2014 starb, stand ihr gepackter Rucksack neben ihr. Er stand bereit, als wärst Du grade gekommen und würdest bald wieder aufbrechen. Nun bist Du zur ganz großen Reise aufgebrochen und wir werden wieder miteinander lachen wie wir es in unseren letzten Begegnungen getan und besprochen haben.

Die Zärtlichkeit Gottes segne Familie Rönner und alle Menschen, die Almuth Rönner begegnet sind und die Ihr Verlust schmerzt. Möge Ihre Erinnerung in uns lebendig bleiben und bunte Früchte und Blumen tragen.

Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
Margarete Blank für den Vorstand

Zur Trauer-Seite der Süddeutschen Zeitung

4. Juni 2014


Alle Jahre wieder ...

Weihnachtszeit

Nun ist es wieder soweit: Die Weihnachtsmärkte werden geschmückt und die Wohnungen gestürmt ... oder ist es eher andersherum? Jedenfalls während uns Radio, Fernsehen und andere Medien in den kollektiven Jahresend-Kaufwahn treiben, können ernsthaft gestörte Menschen schon mal Besuch vom Sondereinsatzkommando der Polizei bekommen. Und weil sie die schwerbewaffneten Sturmhaubenmänner für Aliens vom Mars halten, öffnen sie mal nun nicht gerade herzlich die Wohnungstür. Wenn dann nun so ein armer Deliquent unvorsichtig mit dem Buttermesser hinter der Küchentür hantiert, wird von den Gesetzeshütern schon mal das Sturmgewehr zu Rate gezogen ... und, schon hat das Sozialamt einen Fall weniger zu bearbeiten. So arbeiten die Beamten Hand in Hand. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit, nein, auch im Sommer lebt man als Verrückter lebensgefährlich. Wenn man zum Beispiel im Adamskostüm und mit einem Kartoffelschäler bewaffnet im Berliner Neptunbrunnen baden will, um die Jungfrau Maria zu erwarten, muss so ein Beamter sogleich aus Notwehr eine Hinrichtung vollziehen. Hatte er nicht die Nummer vom SEK dabei?

Weihnachtszeit, frohe Zeit, die Lichtlein brennen ... Zuerst sind es nur ein paar Lichtpunkte, die aber im Handumdrehen zu hellen Strahlen werden, dann bündeln sie sich zu einem Lichterkranz, verschwimmen tausendfach zu einem Meer von leuchtenden Augen, das hin- und herwabert und um einen unbekannten Mittepunkt rotiert. Plötzlich schießen wieder die Strahlen hervor, scharf und schneidend, wechseln abrupt die Richtungen, werden größer und dann wieder kürzer ... bis man die Augen öffnet und das Blinzelspiel mit dem Adventsleuchter beendet. Weihnachten kann so schön sein! In die Lichter zu schauen und auf den Schmuck der Straßen. Doch vergessen wir eins dabei nicht: In unser Herz zu schauen!

Frohe Weihnachten nach Franken, in die Oberpfalz, nach Nieder- und Oberbayern und nach Schwaben!

der BayPE-Vorstand

15. Dezember 2013


Vortrag über Lithium-Nachweis

Terminhinweis zum Vortrag:
Spurenelementnachweis von Lithium in organischem Gewebe mit Neutronen

Datum: 18. Dezember 2013
Uhrzeit: 19:30 - 21:00 Uhr
Ort: Raum 1100 am Stammgelände der TU München

Referent: Josef Lichtinger vom Physik-Department der TU München

Zum Thema:
Die Anzahl der an affektiven Störungen erkrankten Menschen stieg in den letzten Jahren immer mehr an. Diese Erkrankung ist auch die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Die biologische Ursache der affektiven Störungen ist jedoch nur teilweise bekannt. Lithium wird bei der Behandlung von affektiven Störungen als Antidepressiva-unterstützendes Medikament eingesetzt. Außerdem findet es bei der Prophylaxe von neurodegenerativen Erkrankungen Anwendung. Die genaue Wirkungsweise des Lithiums, kritische Konzentrationen und lokale Anreicherungen im Gehirn sind jedoch bisher noch ungeklärt. Aus diesem Grund wurde eine Messmethode entwickelt, um kleinste Lithiumspuren post mortem im menschlichen Gehirn ortsaufgelöst, mit der Hilfe von Neutronen aus der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), nachzuweisen. Für diesen Messaufbau konnte eine Nachweisgrenze für Lithium von 450fg/cm^2 bestimmt werden. In diesem Vortrag wird das grundsätzliche Konzept der Messmethode und die Targetpräparation vorgestellt. Außerdem werden erste Messergebnisse mit diesem Detektorsystem gezeigt.

14. Dezember 2013


Geschlossene Psychiatrie

Deutschlandfunk - Seelisch gesunden unter Zwang

Gestern um 10.10 Uhr wurde live die dlf-Sendung "Sprechstunde" zum Thema: Geschlossene Psychiatrie - Seelisch gesunden unter Zwang? ausgestrahlt.

Gäste der Gesprächsrunde waren Dr. Zinkler und das DGPPN-Mitglied Iris Hauth. Unter 0800 - 44 64 44 64 konnte man sich telefonisch sowie per Mail unter sprechstunde@dradio.de in die Diskussion einbringen.

Weitere Infos und Download der Sendung unter: www.deutschlandfunk.de

11. Dezember 2013


Offener Dialog in Pfaffenhofen

Symposium "Gegenwart und Zukunft der Psychiatrie"
am Donnerstag 17.10.2013 im Rathausfestsaal Pfaffenhofen / Ilm
Veranstalter: PSAG PAF

Vor der Podiumsdiskussion lauschten ca. 70 Teilnehmer, darunter Vertreter von Selbsthilfe-gruppen, Angehörigen, sozialpsychiatrischen Einrichtungen, des BayPE e.V. und Herr Ministerialrat Dr. Walzel vom Ministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP)* den Berichten aus einer Region, in dem die Schizophrenie „ausgestorben“ ist. Überzeugen Sie sich unter folgenden Links davon, daß es echten Grund zur Hoffnung gibt:

Offener Dialog / Open Dialogue
www.mehr-gesundheit-fuer-weniger-geld.de

Der Filmemacher hat die DVD bereits für alle Interessierten freigegeben. Sie können bestellen unter wildtruth.net/dvdsub/de/offener/.

Wir danken Almuth Rönner für die Organisation der Veranstaltung und Diplom-Psychologin Angela Kreuz aus Regensburg für die Übersetzung des 74-minütigen Dokumentarfilms, der ursprünglich 2011 vom New Yorker Psychotherapeuten Daniel Mackler veröffentlicht wurde. Er handelt vom Open Dialogue, der progressiven Behandlungsmethode sogenannter schizophrener Patienten, die seit den 80er Jahren im finnischen Westlappland herausragende Therapieerfolge aufweisen kann.

Download: Info-Flyer zum Symposium

* Herr Ministerialrat Dr. Walzel leitet den Expertenkreis Psychiatrie, der interdisziplinär zur Beratung der Staatsregierung gegründet wurde. Der BayPE e.V. hat zwei Sitze in diesem Gremium.

16. November 2013


September-Rundbrief verfügbar ...

Seit kurzem ist der neue BayPE-Rundbrief online verfügbar. Die Onlineversion zum Anschauen und Ausdrucken wurde etwas gekürzt.

30. Oktober 2013


Fixierung - Sitzwachen und PsychHG

Nachtrag zum Tätigkeitsbericht des ad-hoc Arbeitskreises "Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie", vom 16.10.2013

Die Zusammenfassung von Frau Albus und Herrn Pogarell zeigt, dass der Fixierungs-Missstand nicht beseitigt wird.

Wir fordern:

  • daß die bereits bestehende Praxis der ständige Sitzwachen bei Fünf-Punkt-Fixierungen umgehend in ganz Bayern umgesetzt wird.

  • Eins-zu-eins-Betreuung für alle gefesselten Menschen.

  • Den Zugang zu einer funktionierenden Klingel für gefesselten Patienten sowie Personal das unverzüglich (in fünf Minuten) und respektvoll darauf reagiert.

  • Sitzwachen, die kompetent und achtsam auf die Bedürfnisse des Gefesselten angemessen eingehen und so zur Stabilisierung des Patienten und Abmilderung der Traumatisierung beitragen.

  • Ziel müssen generell gewaltarme Stationen mit ausreichend Deeskalations- und Stressabbautraining für die Pflege sein. Betroffene sollten auf Wunsch ein weiches Zimmer nutzen können an Stelle von Fixierung, um sich in ihrer Krise weiterentwickeln zu können. Nachbesprechung von Fixierung müssen eingelöst werden, damit die Beziehung zu Arzt und Pflegekräften und insbesondere zu sich selbst wieder irgendwie "tragfähig" wird.

  • Ein Verbot von Videoüberwachung

  • Eine abgesicherte Handhabe zur Einhaltung dieser Vorgaben. Darunter verstehen wir rechtlich und logistisch unabhängige und für Patienten zugängliche Einrichtungen wie unabhängige Beschwerdestellen und Besuchskommissionen.

Anmerkung: Die Ärztekammer ist die Standesvertretung der Ärzte und vertritt naturgemäß vordringlich die Interessen Ihrer Mitglieder. Videokameras, können die Angst vor Beobachtung verstärken oder hervorrufen und geben so dem Wahn Nahrung. Konsequente Sitzwachen dagegen reduzieren die Zahl von Fixierungen. Wirtschaftliche Gründe können im diesem, die Menschenrechte massiv verletzenden Bereich, nicht vorgeschoben werden.

Bereits 2005 hat das StMAS als Fachaufsichtsbehörde auch für Bezirkskrankenhäuser Sitzwachen ausdrücklich angewiesen. Es wäre wünschenswert, wenn der Expertenkreis Psychiatrie sich dieser Mindestforderung anschließen könnte. Sollte es sich um Ihren eigenen Angehörigen handeln, sehr verehrte Damen und Herren, würden Sie sicher auch Wert darauf legen, oder sich gar selbst engagieren.

Uns ist darüber hinaus wichtig, daß das neue Gesetz ein PsychHilfenG wird, kein PsychKrankenG.

Für den Bayerischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
Margarete Blank, Almuth Rönner und Marc Hamaleser

Satzung BayPE e.V. § 2:
„Als Zusammenschluss von Psychiatrie-Erfahrenen auf Landesebene hat der Verband den Zweck, a) die Interessen von Psychiatrie-PatientInnen und ehemaligen PatientInnen zu vertreten mit dem Ziel, nicht-psychiatrische Hilfsangebote entstehen zu lassen. Wo dies nicht möglich ist, ist das Ziel eine andere, gewaltfreie Psychiatrie, in der die verfassungsrechtlich geschützte Würde des Menschen auch Psychiatrie-PatientInnen gegenüber geachtet wird und in der sie als integraler Bestandteil der Gesellschaft gesehen werden.“

25. Oktober 2013


Einladung

Herzliche Einladung zum
Tag der offenen Tür

mit musikalischem und künstlerischem Rahmenprogramm,
und anschließender Mitgliederversammlung
am Samstag, 14. September 2013
von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr

in der Geschäftsstelle des

Bayerischen Landesverbandes
Psychiatrie-Erfahrener e.V.

Glückstraße 2
86153 Augsburg




mit der Straßenbahn: von der Haltestelle Wertachbrücke nur 5 min zu Fuß am Kaufhaus JUNG vorbei und dann links abbiegen

11. September 2013


Gustl Mollath endlich frei!

Eilmeldung:

Aus der Psychiatrie in Bayreuth wurde heute, auf Beschluß des Oberlandesgerichtes Nürnberg, Gustl Mollath entlassen. Ein Wiederaufnahmeverfahren durch das Landgericht in Regensburg wurde per Gerichtsbeschluß angeordnet. Folgen Sie auch dem unten angeführten Link, der Sie zu dem Fernsehbericht des ZDF vom gestrigen Dienstag, den 6. August 2013 führt! Somit hat sich auch letztlich der Einsatz des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener für die Freilassung Gustl Mollaths gelohnt!

http://www.youtube.com/watch?v=VksQH9eWU_g

Reinhold Wilhelm Hasel
Vorstand und Pressesprecher

7. August 2013


Notiz

Hinweis:
In der Augsburger Geschäftsstelle des BayPE e.V. findet von 08.08.2013 bis einschliesslich 08.09.2013 kein Parteiverkehr statt.

6. August 2013


Eröffnung der Geschäftsstelle Augsburg

Eröffnungsfeier unserer BayPE-Geschäftsstelle in Augsburg

Pressebericht vom 30.07.2013

Am heutigen Vormittag fand die Eröffnung der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener e.V. im Hotel am Park in Augsburg statt. Nach einer Präsentation von Martina Heland-Gräf über die Geschichte des eingetragenen Vereines und einer Lichtbildvorführung über die neue Geschäftsstelle, folgten Grußworte vom stellvertretenden Bezirkstagspräsidenten, Alfons Weber und vom Ordnungsreferenten der Stadt Augsburg, Dr. Volker Ullrich. Staatssekretär a.D. Bernd Kränzle richtete danach noch ein paar Worte an das Publikum. Anschließend folgte noch ein Referat von Irmgard Badura, der Beauftragten der Bayerischen Landesregierung, für die Belange von Menschen mit Behinderungen, zum Thema Selbsthilfe. Unter den Gästen befand sich noch Frau Frau Wenk-Wolff vom Verband der Bayerischen Bezirke und Herr Maximilian Monzer vom Bezirk Schwaben. Für die musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgte Margarete Blank. Alles in allem ein gelungener Festakt zu dem erfreulichen Ereignis!

Augsburg, den 30.07.2013
Reinhold Hasel, Pressesprecher

31. Juli 2013


Ausstellung

Aquarell-Bilder von Vera Hayat




Wir freuen uns, auf eine bereits eröffnete Ausstellung in den Räumlichkeiten des Örthopäden Dr. Devens, Leopoldstr. 25 in 80802 München hinweisen zu können. Unser Mitglied Vera Hayat zeigt Aquarelle und lädt herzlich zur Besichtigung bis einschließlich 30. September 2013 ein.

1. Juli 2013


Fachtag in Nürnberg

„Psychiatrie Zwang-Los?!“

Einen hochkarätigen Fachtag veranstaltete
der Nürnberger Selbsthilfeverein Pandora e.V.
am 21. Juni 2013.


Dass Pandora e.V. sich nach der langen Reihe von Veranstaltungen zum Thema Zwang und PsychKHG nicht davon abbringen lässt, mit dieser Fachveranstaltung die Dinge noch einmal selbst in die Hand zu nehmen, erstmals einen Vertreter des Heidenheimer Konzeptes nach Bayern zu holen und so die vom Landtag bislang ausgesparte Umsetzung der BR-Behindertenrechtskonvention voranzutreiben nötigt höchsten Respekt ab. Danke, Pandora!

Es begann mit vier Referaten.

1. Als erstes trug Rechtsanwalt Saschenbrecker zur „Begriffsentwirrung“ in den betroffenen Rechtsbereichen bei. In 20 Minuten ein gute Ergänzung zum bestehenden Wissen insbesondere zum Thema Geschäftsfähigkeit und der dringend angeratenen Behandlungsvorsorge.

2. Dann gab Gottfried Wörishofer vom Münchner Selbsthilfeverein MÜPE e.V. Einblick in die unterschiedlichen, parallel bzw. verquickt verlaufenden Geschehnisse während einer sich entwickelnden Krise am Beispiel eines Freundes. Hängen blieb bei mir besonders der Satz: Freiheit ist ohne Wahl nicht möglich.

3. Christine Robledo (Pandora e.V.) schilderte in ihrem Beitrag „Warum ich nicht ausgewogen sein kann“ ergreifend und detailliert, was ihr in einer Krise hilft und was ihr stattdessen verweigert und an Zwang angetan wurde. Sie stellt eine Psychiatrie in Frage, die soviel Angst und Ohnmacht erzeugt, dass u.U. ein Suizid der Einweisung vorgezogen wird. Wahrnehmungen mögen verzerrt sein; das Erleben ist immer echt. Robledo fragt, warum in der Psychiatrie die psychologischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft sein sollen, dass Gewalterfahrungen Traumata erzeugen, und ob die Bayern so viel gefährlicher sind als manch andere Deutsche, da die Zwangs- bzw. Unterbringungsraten hier so viel höher sind. Sie fordert Schulungen für Deeskalation, und dass Zwang so teuer wird, dass er sich nicht mehr lohnt.

4. Schließlich erläuterte uns Werner Mayr, Stationsleiter in Heidenheim/Brenz, wie mit relativ einfachen Mitteln und viel gutem Willen, Menschenverstand und Feingefühl jenes Phänomen entstehen konnte, das Fachwelt und Psychiatrie-Erfahrene aufhorchen ließ. In der Zeit, als es für Zwangsbehandlung keinerlei rechtliche Grundlage gab, erreichte uns ein Bericht aus seiner Klinik, dass dies seit einem Jahr bereits praktiziert wird. „Behandlung ohne Zwangsmedikation“. Ein (fast) in seinen Text fügte Herr Meyer ein. Er machte aber glaubhaft deutlich, dass Zwang ernsthaft und erfolgreich vermieden wird und es diesmal nicht um ein Schlupfloch oder eine bequeme Rechtfertigung geht. Das Konzept seiner Klinik verdient eine eigene Veröffentlichung.



  • Auf dem mittäglichen Podium saßen die verschiedenen organisierten Gruppen. Der Vertreter der Betreuer Ralph Radzuweit benannte die Gruppe, die sich am wenigsten selbst vertreten kann, Menschen, die dauerhaft geschlossen untergebracht sind, durchgehend zwangsmedikamentiert und doch niemals symptomfrei.
  • Moderatorin Britta Geisdörfer (Pandora e.V.) betonte, dass es durchaus erfolgreiche therapeutische Arbeit gibt, die mit den Wahrnehmungen von Geistern, Dämonen o. ä. arbeitet.
  • Mit Frau Gunhild Fahsold eine Vertreterin der Angehörigen zu erleben, die feinfühlig und differenziert mit sich selbst und uns umgeht war eine Wohltat. Das fehlende Hilfsangebot für Familien ist ihr Anliegen.
  • Verhandeln statt behandeln, fasste Frau Dr. Beate Joachimsmeier ihr Konzept zusammen wozu auch die Einbeziehung von Vertrauenspersonen gehört.
  • Psychiatriepfleger Volker Haßlinger wünschte sich, dass seine Energie in seine eigene Berufsgruppe hineinwirkt, damit dass gemeinsam Erarbeitete sich ausbreitet. Er betonte, es gäbe keine Untersuchung, die belegen würde, dass Zwang zur Gesundheit beiträgt.
  • Ihre persönliche Wunsch-Behandlung brachte Brigitte Richter (pandora e.V.) erfrischend dar, wie es ihre Art ist. So kann Lernen passieren.

Margarete

30. Juni 2013


Hans Jürgen Hechtfischer zu Haloperidol

Irreversible Spätschäden und schwere Nebenwirkungen von Haldol

Auf dem Selbsthilfetag bot ich eine Arbeitsgruppe zum Thema „Spätdyskinesien“ an. Gegliedert waren diese nach Kriterien wie Verordnung, ob freiwillig oder unfreiwillig, von Neuroleptika der alten Generation an, wie z.B. Haldol, Glianimon, etc ... Obgleich dieses Thema Angst macht, waren es doch einige Teilnehmer in der Diskussionsgruppe und sie blieben alle bis zum Schluss.

Es darf festgestellt werden, dass der vorsichtige Umgang mit z.B. Haldol schon in den 70er Jahren propagiert wurde (Prof. Asmus Finzen, Schweiz). Es hinterlässt oft auch irreversible Spätschäden, die schon bei Gabe einer relativ niedrigen Dosierung paradox (halluzinationenerzeugend bzw. stimmenhörenfördernd) wirken. Dies veröffentlichte sogar das weitverbreitete „Deutsche Ärzteblatt“ 1981. Auch verantwortungsbewusste NeurologInnen und PsychiaterInnen und in dem Bereich Psychotherapie tätige ÄrztInnen bestätigten das immer wieder.

Die Forderung von mir nach einem Verbot dieser Medikamente wurde kontrovers diskutiert, da der Einwand kam, dass es auch Menschen gebe, denen diese Art von Medikamenten helfe.

Ich persönlich halte die Vergabe für einen größeren Arzneimittelskandal als den allseits bekannten Conterganskandal und mit dieser Auffassung stehe ich nicht alleine da.

Deswegen biete ich eine kostenlose Beratung zum Thema Drohende oder bestehende Spätdyskinesien an. Dieses Thema scheint so prekär, dass es nicht einmal im, in der BRD üblichen Diagnoseschlüssel ICD 10 auftaucht, weil es entweder bewusst verschwiegen wird oder die Verantwortlichen es nicht wahrhaben wollen!

Hans Jürgen Hechtfischer
Hirschbergstraße 22a
80634 München

hansjhechtfischer@freenet.de
Tel.: 089 /1684468
Mobil: 0160 / 5432341

24. April 2013


Offener Brief der PSG ilm Pfaffenhofen

Wir brauchen auch in Bayern ein Hilfegesetz für den psychiatrischen Bereich („PsychHG“). Der Maßstab ist Selbstbestimmung und Teilhabe!

Offener Brief
Pfaffenhofen, den 21. April 2013

Sehr geehrter Herr Minister Huber,

Sie sind als Staatsminister der Gesundheit auch maßgeblich verantwortlich für die Psychiatrie. Machen Sie bitte das Thema zur Chefsache und stärken Sie den Bereich auch in Ihrem Ministerium!

Wir, Betroffen aus Pfaffenhofen, sagen Herzlich Willkommen! Wir wollen schon lange, dass nicht nur das bayrische Unterbringungsgesetz dem modernen Bundes-und Menschenrecht angepasst wird, sondern in dem Zug auch endlich ein Psychiatrie-Hilfe-Gesetz (PsychHG) kommt. Psychiatrische Versorgung muss besser werden, zuverlässig vorgehalten sein und gut organisiert. Dafür müssen auch die öffentlichen Hände in ihrem Zusammenspiel und konkreten Verantwortungen klar definiert werden.

Wir sind Betroffene („Psychiatrie-Erfahrene“), die ihre Verantwortung für und in einem solchen Gesetzfindungsprozess erkennen und übernehmen wollen. Gerne stehen wir Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Freundliche Grüße,

-Almuth Rönner (PSG ilm )
-A. Klein (PSG ilm),
-Günter Merkl (PSG ilm)
und Freunde


Frau Oswald vom StMUG nimmt das Schreiben entgegen


Demo für ein PsychHG in Pfaffenhofen



Wir brauchen ambulante Krisendienste flächendeckend in ganz Bayern für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Die Würde und die Unversehrtheit der Person sowie die freie Selbstbestimmung muss auch in der Psychiatrie im Mittelpunkt stehen.

Der in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegte Grundsatz der Mitwirkung der Betroffenen in allen ihren Angelegenheiten muss für gesetzgeberische, gestaltende und persönliche Aufgaben durch-dekliniert werden.

Wir brauchen einen Prozess, in dem auch die Gemeinden sich auf Psychiatrie-Erfahrene und ihre Angehörigen zu bewegen – damit keine(r) sich mehr z.B. aus Scham umbringt.

Sehr hohe Unterbringungszahlen in Bayern weisen darauf hin, dass dieses Phänomen untersucht werden muss. Wir gehen davon aus, dass die bayrische Psychiatrie noch besonderer Unterstützung für eine Erneuerung bedarf. Dafür schlagen wir z.B. den Ausbau niederschwelliger und unabhängiger psychiatrischer Beschwerdestellen vor.

Wir unterstützen die bayrischen Initiativen für ein PsychHG/PsychKG, d.h. ein Gesetz, das Hilfen für psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen beschreibt und das eine deutliche Verbesserung befördert.

22. April 2013


Zum Brandopfer in Mainkofen

Brief an die Süddeutsche Zeitung

Sehr geehrter Herr Dr. Prantl!

Zu allererst, möchte ich Sie und Ihr Team von der Süddeutschen Zeitung zu der gelungenen Recherche und Berichterstattung im Falle von Gustl Mollath gratulieren. Ohne Ihre wertvolle Journalistische Arbeit wäre das Verfahren nicht wiederaufgenommen worden. Gustl Mollath würde bis zum Endes seiner Tage in der geschlossenen Forensik schmoren. Wir haben Ihre Berichterstattung dazu immer mit großer Beachtung gelesen.

Nun zum Falle des Brandopfers in Mainkofen. Mein Landesverband, in dessen Auftrag ich an Sie schreibe, bittet Sie um Mithilfe. Es hat den Anschein, als wolle man hier auch etwas unter den Tisch kehren, wie so oft, wenn es um Ungereimtheiten in der Psychiatrie in Bayern der Fall ist.

Wir verfolgten die Berichterstattung bei diesem Fall mit großem Interesse. Wir können uns heute noch nicht vorstellen, wie es sein kann, daß ein Betroffener an fünf Punkten fixiert ist und dann in einer Klinik bei einem Brand erstickt. Es war offensichtlich niemand vom Personal in der Lage, den Mann bei dem Brand aus seiner hilflosen Lage zu befreien. Nicht nur deshalb fordert der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. begleitenden Sitzwachen bei Fixierungen. Nachdem die zuständige Staatanwaltschaft, Frau Leitende Oberstaatsanwältin Schwaiberger, nicht bereit ist, uns Auskunft darüber zu erteilen, warum das Verfahren zu einer Einstellung geführt hat, enden wir uns nun an Sie. Interessant, auch für Ihre Leser und unsere Mitglieder wird sein, welches Ermittlungs-Ergebnis vorliegt und warum kein Verantwortlicher ermittelt worden ist. Immerhin ist der Tod eines Menschen hier zu beklagen gewesen.
br> Wir bitten Sie auch hier, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu recherchieren. Über eine Rückantwort Ihrerseits würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Wilhelm Hasel
Dipl. Verwaltungswirt (FH)

30. März 2013


Zu den Zuständen im BKH Augsburg

Festgeschnallt auf dem Bett

Artikel aus der Augsburger Allgemeinen Zeitung
von Josef Karg

Psychiatrie: Frühere Patienten, Angehörige von Kranken und Verbandsvertreter kritisieren Zwangsbehandlungen im Bezirkskrankenhaus Augsburg

Augsburg: Geschlossene Abteilungen psychiatrischer Kliniken sind Tabuzonen der Gesellschaft. Wer hier landet, ist nicht freiwillig da. Oft müssen die psychisch Kranken Wochen und Monate abgeschottet von der Außenwelt verbringen. In Augsburg haben sich frühere Patienten, Angehörige von Kranken und der Bayerische Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen zusammengetan, um gegen ihrer Ansicht nach bestehende Mißstände bei der Behandlung in den geschlossenen Stationen C1 und C2 des örtlichen Bezirkskrankenhauses zu protestieren.

Claudia Norden, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, berichtet von Betreuungsproblemen. Ihre Tochter, Mitte 30, sei seit Jahren alkohol- und tablettensüchtig sowie suizidgefährdet. Die junge Frau landete bereits mehrmals in der geschlossenen Abteilung des Bezirkskrankenhauses. Ihre Mutter besucht sie dort regelmäßig. Norden ist enttäuscht über die Behandlung. Sie beschreibt sie als „unbarmherzig“. Die Augsburgerin will damit sagen, dass Pfleger und Ärzte die Bedürfnisse der Kranken oft nicht ernst nähmen. Immer wieder komme es vor, dass sie ihre Tochter allein, fixiert auf das Bett, im Zimmer vorfinde – einmal sogar nackt, ohne Windel, im eingenäßten Laken liegend. „Sie wirkte verwahrlost“, erzählt die besorgte Mutter. Als sie sich darüber beschwert habe, sei sie von den Mitarbeitern der Station „ausgelacht worden“. Norden betont, ihre Tochter sei kein Einzelfall. In der Tat liegt unserer Zeitung ein gutes Dutzend weiterer Beschwerden über problematische Zwangsbehandlungen im BKH Augsburg vor.

Auch Reinhold Hasel, Vorstandsmitglied des Bayerischen Landesverbandes der Psychiatrie-Erfahrenen, bestätigt solche Vorkommnisse. Er höre regelmäßig davon, sagt er und fordert: „Da muß sich schleunigst etwas ändern.“ So etwas sei menschenunwürdig. Thomas Düll, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken in Schwaben, bestätigt, dass die geschlossenen Stationen im BKH Augsburg ein hohes „Kritikpotenzial“ aufweisen. Sie seien meist überbelegt. Auch das Thema Zwangsbehandlung stehe hier auf der Tagesordnung. Düll betont aber, dass diese spezielle Form des Umgangs mit den Kranken notwendig ist. Erst an diesem Vormittag habe sich ein Patient mit einer Schere selbst verletzt und dabei auch das Personal bedroht. „Was soll man da tun? Da muß eingegriffen werden“, sagt der Gesundheitsmanager. Er räumt offen ein, dass dabei in Ausnahmefällen auch die Menschenwürde verletzt werden könne – ein Problem, das so nicht nur in Augsburg und nicht nur in psychiatrischen Kliniken aufträte. Düll weist in diesem Zusammenhang auf die grundsätzliche Problematik von Zwangsbehandlungen hin. Er vermutet, dass diese in Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen in gleicher Weise bewältigt werden müßten wie in Bezirkskrankenhäusern, wo man zumindest auf für solche Situationen geschultes Personal zurückgreifen könne.
Zwangsbehandlungen in Heimen dürften dem Experten zufolge in den nächsten Jahren auch öffentlich kontrovers diskutiert werden. Dieses Thema mußte in der Psychiatrie bereits im vergangenen Jahr politisch und juristisch neu bewertet werden. Seit Januar kann man psychisch Kranke nun wieder gegen ihren Willen mit Psychopharmaka behandeln.

Der Bundestag verabschiedete eine Regelung, mit der solche Zwangsmaßnahmen auf eine aktuelle gesetzliche Grundlage gestellt werden, nachdem das Bundesverfassungsgericht sie zwischenzeitlich in der früheren Form verboten hatte. Künftig soll Zwang nur bei Patienten angewendet werden dürfen, die eine Behandlung ablehnen, und denen dadurch ein erheblicher gesundheitlicher Schaden droht. „Der Zwang bleibt das letzte Mittel, damit Ärzte psychisch Kranke auch gegen ihren Willen behandeln können“, heißt es. Rund 1,2 Millionen Menschen werden jedes Jahr stationär in psychiatrischen Einrichtungen therapiert. Etwas mehr als zehn Prozent davon landen gegen ihren Willen dort. Unklar ist aber, wie viele Patienten in solchen geschlossenen Stationen ohne ihre Zustimmung Medikamente bekommen oder andere medizinische Eingriffe über sich ergehen lassen müssen. Belastbare Zahlen dazu gibt es nicht. Verbandssprecher Hasel fordert: Kranke müßten künftig zumindest über die Medikamente und ihre Nebenwirkungen informiert werden und auf das Bett fixierte Patienten eine ständige Begleitung bekommen: „Ansonsten findet eine zusätzliche Traumatisierung statt.“ Der frühere Polizeibeamte, der selbst wegen Schizophrenie in ärztlicher Obhut war, weiß um die hohe Belastung der Mitarbeiter von psychiatrischen Kliniken. Trotzdem dürften Mediziner und Pflegekräfte gegenüber Kranken nicht abstumpfen. Reinhold Hasel sagt: „Respekt ist das Zauberwort.“

Mit freundlicher Genehmigung der Augsburger Allgemeinen Zeitung

27. März 2013


In eigener Sache

Neue BayPE-Geschäftsstelle in Augsburg

Zum 1. Februar 2013 hat der Bayerische Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen in Augsburg Räumlichkeiten angemietet für eine eigene Geschäftsstelle. Die Adresse lautet:

BayPE e.V.
Glückstraße 2
86153 Augsburg


Telefon: 0821 / 450 478 63
die E-Mail Adresse ist unverändert:

Die Geschäftsstelle ist verkehrsmäßig gut angebunden – die Straßenbahnen Linie 2 und 64 halten in weniger als 5 Gehminuten Entfernung.

Bevor wir dort unsere Arbeit im Interesse der Psychiatrie-Erfahrenen aufnehmen können, sind wir aber noch einige Wochen mit der Einrichtung der Büro-Räume beschäftigt. Wer uns dabei durch Geld- oder (nach Rücksprache) mit Sachspenden unterstützen möchte, ist herzlich willkommen, wir können auch eine Spendenquittung ausstellen.

Mit dieser neuen Geschäftsstelle können wir unsere bisherige Tätigkeit ausbauen und vertiefen. Möglich wurde das durch eine Budget-Zusage vom Verband der Bayerischen Bezirke. Wir bedanken uns recht herzlich dafür und verstehen das als Ansporn, trialogische Verfahrensweisen in die Praxis umzusetzen. Unser persönlicher Dank gilt Frau Wenk-Wolff, die uns geholfen hat, diese Entscheidung herbeizuführen. Wir danken auch dem Krankenkassenverbänden Bayern und der bayerische Staatsregierung, die uns regelmäßig unterstützen.

Gerd Boge

26. Februar 2013


Schreiben an den Deutschen Bundestag

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Rechts- und des Gesundheitsauschusses im Deutschen Bundestag,

Wir sind der Landesverband psychiatrie-erfahrener Menschen in Bayern und bitten Sie, bei dem Gesetzesvorhaben "Drucksache 17/11513 Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme" sich dafür einzusetzen, dass Zwangsbehandlungen auch weiterhin verboten bleiben und stattdessen hilfreiche Behandlungsformen wie z.B. in der „Soteria“ (Gespräche, die auch die Inhalte der Psychose bearbeiten) gefördert werden. Laut UN-Behindertenrechtskonvention ist Zwang nicht zulässig, sondern die Gleichstellung mit den Freiheitsrechten anderer Menschen zu schaffen. Zwangsbehandlungen von Personen mit psychischen Krisen sind schwere Menschenrechtsverletzungen, für die es keine Rechtfertigung geben darf. Erfahrener Zwang traumatisiert die Patienten und verhindert das für eine erfolgreiche Behandlung notwendige Vertrauensverhältnis zu Ärzten, Pflegern und Institutionen. Viele Psychopharmaka haben gesundheitsgefährdende und lebensverkürzende Nebenwirkungen.

Wir bitten Sie herzlich, Zwangsbehandlungen zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

BayPE e.V.
Für den Vorstand

Margarete Blank

10. Dezember 2012


Offener Brief zum Fall Mollath

Sehr geehrte Frau Staatsministerin der Justiz, Frau Beate Merk,

der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. beobachtet seit längerem das Unrecht, das Herrn Gustl Mollath von der Psychiatrie angetan worden ist. Jetzt, als sich die Angaben des Verurteilten nicht als „Paranoides Gedankensystem“, sondern als Tatsachen erweisen, die sich nachweislich als die Wahrheit herausgestellt haben, ist ein weiterer Verbleib des Gustl Mollath in der Psychiatrie als Freiheitsberaubung anzusehen.
Die bisherigen Gutachten der Psychiater, die behaupten, dass der Verurteilte eine ganze Reihe von Personen und seine frühere Ehefrau mit einem „komplexen System der Schwarzgeldverschiebung“ in Verbindung bringt, haben sich nach einer Untersuchung der betroffenen, damaligen Hypobank als die Wahrheit erwiesen. (siehe Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung vom 29.11.2012, Seite 33, Mitte)

Offensichtlich haben die Gutachter den Wahrheitsgehalt der Angaben des Verurteilten als reine Phantasie bewertet und gegenseitig abgeschrieben, ohne den Sachverhalt auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen zu können. Eine Haftstrafe wegen der Misshandlungen an seiner Ehefrau, weswegen er verurteilt worden ist, wäre schon lange mit der Höchststrafe abgebüßt gewesen, nur der Aufenthalt in der Forensik, der auf eine falsche Beurteilung und falsche psychiatrische Diagnose beruht, rechtfertigte die Andauer der Freiheitsentziehung. Es hat den Anschein, als wenn Gustl Mollath, von gesellschaftlichen Kreisen unschädlich gemacht werden sollte.

Der BayPE e.V. fordert nun eine sofortige Überprüfung des Sachverhaltes und die unmittelbare Freilassung von Gustl Mollath. Außerdem wird wegen der überlangen Haftdauer eine Entschädigungsleistung des Staates im Raum stehen. Wir bitten Sie, uns über die weiteren Entwicklungen in dem vorliegenden Justizskandal auf dem laufenden zu halten.

München, den 30. November 2012

Reinhold Hasel, Pressesprecher
Allmuth Rönner, Forensik

30. November 2012


BayPE-Veranstaltung

Einladung zur Jahresmitgliederversammlung 2012


Samstag, den 8. September 2012,
10:00 bis 17.30 Uhr
im
Eine-Welt-Haus München e.V.
Schwanthaler Str. 80 - Rückgebäude
80336 München

Tagesordnung siehe PDF-Flyer links







10:00 Uhr - Einlass und Empfang
10:30 Uhr - Beginn des Workshops mit Barbara Overmann
                    Arbeitstitel: Arroganz und Zärtlichkeit
12:30 Uhr bis 14:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr - Beginn der Mitgliederversammlung

Getränke und Kekse werden bereitgestellt; Möglichkeit zum Mittagessen vorhanden; Bayernticket-Fahrkarten werden (auf Antrag) erstattet.

Sie sind herzlich eingeladen, unsere Vorstandsarbeit kennenzulernen, mit zu beraten und an den Neuwahlen teilzunehmen!

5. September 2012


Einladung zum Vortrag nach Augsburg

pas - Psychiatrie-Erfahrene Augsburg – Schwaben laden ein:

Vortrag von Peter Lehmann, Berlin:
»Psychopharmaka absetzen – und was dann?«


Ort: MehrGenerationentreffpunkt, Blücherstraße 1
86167 Augsburg
Termin: Dienstag, 13. November 2012
Uhrzeit: 18.00 bis 19.30 Uhr

Eintritt frei

Voranmeldung und Kontakt:
Psychiatrie-Erfahrene Augsburg –Schwaben
Reinhold Hasel, reinhold.hasel@hotmail.de
Tel. (0821) 34 73 18 70

Nähere Infos siehe PDF-Einladung

20. Oktober 2012


Das Thema "Macht" in der Sozialen Arbeit

Rückschau zum Selbsthilfetag vom 16. Juni 2012:

Vortrag von Jürgen Baumgartner (joba soziale dienste)
„Macht“ in der Psychiatrie und der Umgang damit bei Betreuungen

13. Juli 2012


Tod eines Psychiatrie-Patienten

Pressemitteilung zum Brandopfer in Mainkofen

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer nehmen wir den Tod des 53–jährigen Psychiatriepatienten in der Klinik Mainkofen am vergangenen Mittwoch zur Kenntnis. Der Mann war fixiert, d.h. er konnte sich nicht bewegen, Hilfe holen oder flüchten. Erst letztes Jahr war im Klinikum Ingolstadt auf einer geschlossenen Station ein fixierter Patient von einem Mitpatienten mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet worden. Der Mann überlebte mit schweren Verbrennungen und seine Qualen sind nicht genug gewesen, um das unselige Fixierungswesen endlich in menschenwürdigere Bahnen zu bringen.

Damit unser Freund das letzte Opfer dieser falschen Politik sein wird, fordern wir ab sofort nur noch Fixierungen mit einer Sitzwache zum Schutz des Patienten vorzunehmen. Das Umzusetzen muss Pflicht für alle Psychiatrien in Bayern sein. Des Weiteren fordern wir umgehend alle Anstrengungen zu unternehmen, Zwangsbehandlungen in der Psychiatrie einzustellen und geeignetere Maßnahmen zur Deeskalation und Beruhigung zu finden.

Der 2011 gegründete 50-köpfige Expertenkreis Psychiatrie am STMUG arbeitet mit seiner Arbeitsgruppe „Freiheitsentziehende Maßnahmen“ auch mit zwei ehrenamtlichen Vertretern des BayPE e.V., dem Bayrischen Landesverband Psychiatrie-Erfahrener, an der Thematik.

Wir, der BayPE e.V., fordern ein Bekenntnis der Bayrischen Landesregierung zum Schutz der Psychiatrie-Patienten und der Wahrung ihrer Grundrechte. Der Brand ist aufzuklären. Die Verantwortlichen für diesen Tod sind zur Rechenschaft zu ziehen. Noch viel wichtiger ist aber ein Umdenken aller Klinik-Ärzte und ihre konstruktive Mitarbeit an der Abschaffung von Zwangsmaßnahmen. Natürlich gilt unser Mitgefühl auch dem Klinikpersonal, soweit für dieses dieser Todesfall selbst ein Trauma ist. Ist es nicht bezeichnend, daß der Tod eines anvertrauten Menschen durch die Fixierung in Räumlichkeiten ohne Rauchmelder in Kauf genommen wurde?

Fixierungen sind in Bayern viel zu häufig und dauern viel zu lange an. Damit steigt die Gefahr erheblich dass Patienten geschädigt werden. 2011 wurde in Augsburg eine Frau zehn Wochen lang fixiert und durch Besuchsverbot isoliert. Auch die praktizierte Verweigerung von Flüssigkeit, schmerzhafte, zu feste, die Atmung behindernde Fesseln, die Erzwingung einer schmerzhaften starren und unnatürlichen Kopf- und Körperhaltung, dadurch bedingte Behinderung des dringend notwendigen Schlafes, und nicht zuletzt die Verweigerung bzw. Erniedrigung beim Wasserlassen sind Methoden der Folter und Traumatisierung und nicht der Heilung. Sie beschädigen die Menschenwürde: Die seelische Gesundheit der Patienten und des ärztlichen und pflegerischen Personals und fördern die Ächtung der Opfer.


München, den 2. Juli 2012

Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener (BayPE e.V.), c/o Müpe
Thalkirchner Str. 10 , 80337 München
Almuth Rönner, Margarete Blank, Achim Kuck und Reinhold Hasel

6. Juli 2012


Einladung zum Selbsthilfetag

6. Bayerischer Selbsthilfetag

Herzliche Einladung nach Augsburg

am Samstag, 16. Juni 2012 10-17 Uhr
vom Bayerischen Landesverband
Psychiatrie-Erfahrener e.V.

Infos und Details: Einladung nach Augsburg (PDF-Dokument)

Veranstaltungsort:
Mehrgenerationentreff (MGT) Holzerbau
Neuschwansteinstraße 23a
86163 Augsburg

Programm: (Änderungen möglich)

10:15 Ankommen Kaffee/Tee
11:00 Begrüßung aus den Ländern und Regionen
11.30 Grenzen der Zwangsmedikation nach neuester Rechtsprechung - Impulsreferat und Aussprache mit Rechtsanwalt Dr. Rolf Marschner, München (angefragt)
13:00 Mittagessen (nach Vorbestellung im Hause, siehe PDF-Einladung)
14:00 Lesung Michael Siebel
15:30 Kaffee/Tee mit Live- Musik
16:00 Gesprächsforum im Plenum
17:00 Ende der Veranstaltung, Verabschiedung, Aufräumen und die Möglichkeit, den Abend am nahegelegenen Gebirgsfluss Lech oder in der historischen Innenstadt Augsburgs zu verbringen

Alle Interessierte sind herzlich willkommen!
Nachfragen und Anmeldungen: per E-Mail BayPE@gmx.de oder telefonisch

10. Mai 2012


Grüße zum Weihnachtsfest

Liebe Psychiatrie-Erfahrene aus Bayern,

wir wünschen Euch ein schönes Weihnachtsfest und einen besinnlichen Jahreswechsel. Wenn Ihr irgendwo zu Besuch seid, oder wenn Verwandte ins Haus kommen, oder Ihr nur im Kreise der Familie seid, oder nur für Euch alleine: Macht es Euch gemütlich und nicht zuviel Stress! Ihr wisst ja - Weihnachten ist künstlich aufgeladen, und solche Spannungen entladen sich nur zu gerne an den Feiertagen.

Wir denken an diesen Tagen an all jene, die zur Zeit im Krankenhaus sind, freiwillig oder nicht, und wünschen Ihnen auch eine festliche Atmosphäre auf den Stationen, friedliche Pfleger und Ärzte, und dass sie bald wieder gesund und auf fremde Hilfe nicht mehr angewiesen sind.

FROHE WEIHNACHTEN wünschen unser Webmaster und der gesamte BayPE-Vorstand!

22. Dezember 2011


Tag der Menschen mit Behinderung

Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderung zeigt erschreckende Ergebnisse

Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert Konsequenzen - Pressemitteilung:

„Die alarmierenden Ergebnisse der Studie des Bundesfamilienministeriums belegen, dass Frauen mit Behinderung weitaus häufiger Opfer von Gewalt sind als nicht behinderte Frauen. Sie müssen außerdem oft in völlig unwürdigen Verhältnissen leben“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe anlässlich des internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Die am Dienstag in Berlin vorgestellte Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderung hat gezeigt, dass Frauen mit Behinderung mit 58 bis 75 Prozent fast doppelt so oft körperliche Gewalt erlebten als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. Sexuelle Übergriffe seien nach den Studienergebnissen sogar zwei- bis dreimal häufiger vorgekommen.

Die Studie offenbarte ebenfalls erschreckende Zustände, insbesondere in Einrichtungen. Über eine eigene Wohnung verfügten laut Studie nur 10 bis 15 % der Bewohnerinnen in Einrichtungen, einem Fünftel stehe nicht einmal ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Die Bewohnerinnen könnten oft nicht einmal bestimmen, mit wem sie zusammenwohnen. Ein Fünftel der befragten Frauen gab an, keine abschließbaren Wasch- und Toilettenräume zu haben.

Die Möglichkeit einer festen Paarbeziehung und einer Familiengründung sei laut Studie in aller Regel nicht gegeben. Schwangerschaften der Bewohnerinnen würden mehrheitlich abgebrochen. „Das sind absolut unwürdige und erschreckende Zustände. Hier sind sowohl die Einrichtungen, die Aufsichtsbehörden wie auch die Kostenträger gefordert, endlich wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bei Gewalt und sexuellen Übergriffen ist es insbesondere wichtig, die Frau sofort zu schützen und den Täter aus ihrem Umfeld zu entfernen“, betonte der Behindertenbeauftragte.

Er begrüßte in diesem Zusammenhang das vom Bundesfamilienministerium geplante Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ und das Projekt von „Frauenbeauftragten“ des Bundesfamilienministeriums und von den Vereinen „Weibernetz“ und „Mensch zuerst“. Im Rahmen des Projektes unterstützen Frauen mit Behinderungen Mitbewohnerinnen in Heimen oder Kolleginnen in Werkstätten, die Gewalt erlebt haben oder fürchten. Hubert Hüppe erneuerte ebenso seine Forderung nach barrierefreien Frauenhäusern, die in die Lage versetzt werden, auch Frauen mit Assistenzbedarf aufzunehmen.

Link zur Webseite dieser Pressemitteilung vom 23. November 2011

3. Dezember 2011


Neues Gesetz in NRW

NRW-Landtag verbietet Video-Überwachung von Fixierten

Man hat dich festgeschnallt. Auf ein Bett. Du bist hilflos und alleine im Zimmer. Niemand gibt dir etwas zu Trinken. Du musst dringend auf Toilette. Keiner hört deine Rufe. In der Ecke eine Kamera: Sie überwachen Dich! Ist es der Geheimdienst, oder sind es Außerirdische? Fragen über Fragen, die die Entwicklung eines schweren Wahns begünstigen. Die Pfleger ratschen derweil über die neuesten ALDI-Angebote, oder wie der letzte Urlaub war. Im Fixierraum, das Videobild zeigt es: Keine besondere Vorkommnisse ...

Damit ist jetzt Schluss, das ist auch ein Erfolg der Psychiatrie-Erfahrenen aus Nordrhein-Westfalen! Künftig müssen Sitzwachen die fixierten Patienten betreuen.

Link zum Portal der WAZ-Mediengruppe:
www.derwesten.de
vom 16. November 2011

17. November 2011


Seminare für Psychiatrieerfahrene

Hilfe zur Selbsthilfe

Veranstaltungen mit Matthias Seibt, Bundesverband Psychiatrieerfahrener (BPE) e.V.
Ort: Durchblick e.V., Mainzer Str.7, 04109 Leipzig

Sa, 10. Dezember, 18:30 Uhr
Vortrag: Psychopharmaka: Pro und Contra

- Was sind Psychopharmaka?
- Wie wirken verschiedene ausgewählte Psychopharmaka?
- Wie lerne ich die individuelle Wirkung der Psychopharmaka auf mich selbst kennen?
- Psychopharmaka in der Krise
- Psychopharmaka zur Vorbeugung
- Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka
- Psychopharmaka und Niedergeschlagenheit (Depression)

So, 11. Dezember, 11-16:30 Uhr
Seminar: Psychopharmaka selbstständig dosieren und Verrücktheit steuern

- Erkennen, "wann es wieder losgeht"
- Psychopharmaka selbständig dosieren
- Alternative Methoden, alltagspraktische Tipps
- Begleitung durch Freunde und Bekannte

Bitte anmelden bei Herrn Albrecht unter 0341-14061417
oder kbs@durchblick-ev.de

17. November 2011


Radiosendung: Soteria ist ganz anders

Gute Psychiatrie - schlechte Psychiatrie: Von modernen und veralteten Behandlungskonzepten

Traumatisierungen, Gewalterfahrungen und Behandlung als unmündiger Patient - das sind Konzepte einer veralteten Psychiatrie. In der Soteria des Krankenhauses in Zwiefalten wird gezeigt, dass es auch anders geht. Eine Betroffene und Mitarbeiter der Klinik berichten von einer vertrauensvollen Atmosphäre ohne Angst, in der die Patienten über die Therapie mitentscheiden können. Eine Radiosendung des SWR, zum Hören oder zum Download:

SWR2 Leben - Eine Sendung von Susanne Rytina vom 28. September 2011

2. November 2011


Neuer BayPE-Flyer


Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

hier der neue BayPE-Flyer zur Ansicht oder zum Ausdrucken ...

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr den Flyer weiterverteilen oder an geeigneten Plätzen auslegen.




12. September 2011


Mitgliederversammlung in München

Einladung zur BayPE-Mitgliederversammlung 2011


Samstag, den 10. September 2011,
um 14:00 Uhr
im
Eine-Welt-Haus München e.V.
Rückgebäude Schwanthaler Str. 80
80336 München

Tagesordnung siehe PDF-Flyer links




3. September 2011


Nebeneinkünfte von Ärzten

Seelsorge für die Industrie von Jörg Blech im "SPIEGEL"
www.spiegel.de

Mediziner fordern ihre Kollegen auf, ihre Nebeneinkünfte aus Beratungstätigkeiten für Pharmakonzerne offenzulegen. Einige Ärzte sagen deutlich, dass die Annahme von Geld und Vergünstigungen die medizinische Unabhängigkeit untergräbt - getreu dem Motto: Wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing ...

25. Juni 2011


Fernsehsendung im Archiv

Integrierte Versorgung: Die Tricks der Pharmaindustrie – Profit statt Patientenschutz

Hinweis auf eine Fernsehsendung des ZDF (Frontal21), die am 19. April 2011 ausgestrahlt wurde - in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Reinhold Hasel, Mitglied unseres Vorstandes, wurde zum Thema der Gesundheitsversorgung interviewt, leider wurden für die Sendung nur wenige Einstellungen mit ihm übernommen. Sein ganzes Interview, das er den Redakteuren gab, fiel der Cutterschere zum Opfer ...

Das schriftliche Manuskript der Sendung finden Sie hier:
frontal21.zdf.de

22. Mai 2011


K-Pax - Alles ist möglich

Besondere Filmvorführung:

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des BayPE e.V. gibt es am 27. Mai 2011 um 18.30 Uhr im Central Programmkino in Würzburg den Film K-Pax - Alles ist möglich zu sehen.

Weitere Infos zum Film hier

28. April 2011


Jubiläum: 10 Jahre BayPE e.V.

"Wirkung und Chance von Selbsthilfe"

Jubiläums-Veranstaltung - 10 Jahre BayPE e.V.
Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.

Herzliche Einladung nach Würzburg
Freitag, 27. bis Sonntag, 29. Mai 2011

1. März 2011