Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Links und Downloads


"Euthanasie"-Gedenken im Bundestag

27. Januar 2017

Am Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz wurde dieses Jahr im Bundestag besonders den Opfern der sog. Euthanasie gedacht. Das begrüßen wir und hoffen auch weiterhin auf mehr Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit für die Menschen, die im Nationalsozialismus wegen körperlicher und psychischer Beeinträchtigungen ermordet oder zwangssterilisiert wurden.

Die Reden als Videomitschnitt oder zum Artikel der Süddeutschen Zeitung.


Bedürfnisangepasste Behandlung und Offener Dialog

27. Oktober 2016

Interview mit Dr. Volkmar Aderhold, Hamburg
durch das Vielfalter-Magazin des Radio Deyeckland, Freiburg

Stichpunkte:

  • Mängel der gegenwärtigen Psychiatrie
  • fatale Ökonomisierung einer gesellschaftlichen Aufgabe
  • Schizophrenie als Krankheitsbegriff gescheitert
  • Schwerfälligkeit des gesamten Systems
  • neue Konzepte aus Finnland
  • Neuroleptika viel weniger dosieren!
  • Einbeziehung des Umfeldes und mehr unabhängige Professionelle
  • Psychotherapie ist hilfreich und muss stärker gefördert werden. Anspruch ohne lange Wartezeiten!

Download Interview (PDF) Transkript der Sendung


Bundesteilhabegesetz - SO NICHT!

30. Juni 2016
Schicken Sie eine Protestmail an Bundesministerin Nahles:

www.der-paritaetische.de/bthg/protestaktion


Barrierefreiheit für Psychiatrie-Erfahrene

10. April 2016
Interview mit Margarete Blank und Martina Heland-Gräf vom Sommer 2015 mit den Machern der Webseite "Bayern Barrierefrei" der Bayerischen Staatsregierung.

www.barrierefrei.bayern.de


Meine Rechte aus der UN-BRK

9. Juli 2015
Informationen zur Behindertenrechte-Konvention der Vereinten Nationen finden Sie hier beim Dachverband Psychiatrie auf der Seite www.psychiatrie.de


Informationen zum geplanten Bundesteilhabegesetz:

20. Dezember 2014
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin hat einen neuen Flyer zum Bundesteilhabegesetz aufgelegt. Der Flyer informiert kurz über den Stand und die Ziele der Beratungen zu diesem Vorhaben. Die Regierungsparteien in Berlin haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Menschen, die aufgrund einer wesentlichen Behinderung nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, aus dem bisherigen "Fürsorgesystem" herauszuführen und die Eingliederungshilfe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu einem modernen Teilhaberecht weiterzuentwickeln. Die Leistungen sollen sich am persönlichen Bedarf orientieren und entsprechend eines bundeseinheitlichen Verfahrens personenbezogen und nicht länger institutionszentriert ermittelt werden.

Und hier der link zum Flyer: www.bmas.de


Open-Dialog Veranstaltung siehe Archiv ...


Mortalität und Neuroleptika
Alternative Wege zur traditionellen Psychiatrie

Dr. Volkmar Aderhold, Hamburg
Institut für Sozialpsychiatrie an der Universität Greifswald

Zusammenfassung des Vortrages:

  • Verkürzte Lebenserwartung von Menschen mit Schizophrenie
    (Suizid, Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen, Unfälle, Alkohol)
  • Mortalität durch Neuroleptika
    Plötzlicher Herztod --> möglichst keine Polypharmazie; geringstmögliche Dosis
    Metabolisches Syndrom (Gewichtszunahme, Diabetes) --> Diät, mehr Bewegung, Blutzucker-Kontrolle
  • Selektive Neuroleptika-Behandlung
    40 % der Schizophrenie-Patienten benötigen gar keine Neuroleptika
    Zitat: "Es gibt einen großen ökonomischen Druck, die Patienten rasch auf Medikamente zu setzen, damit sie die Klinik bald wieder verlassen können." (New York Times)
  • Reduzieren und evtl. Absetzversuche
    Dosis alle 4-6 Wochen um 10 % reduzieren
    Stabilisierung auf jeder Stufe erreichen
    Absetzen nur, wenn die Reduktion vorher gelang
    Hinweise: Krisenplan erstellen, gute therapeutische Begleitung, Psychotherapie, mehrere Versuche sinnvoll!
  • Medikamente alleine reichen nicht aus zur Behandlung
    Kombinierter Ansatz mit Psychotherapie, Rehabilitation und Arbeit mit den Familien
  • Wirksame Faktoren aus Sicht der Betroffenen
    "Jemand, der an mich glaubt."
    "Jemand, der mir gesagt hat, dass ich auch noch eine Chance habe."
    "Meine eigene Ausdauer und Hartnäckigkeit."
    "Hoffnung durch Selbstheilungskräfte und echte Wahlmöglichkeiten."
  • 4 Wochen warten ... Akutbehandlung ohne Neuroleptika
    40 % Prozent der akut schizophrenen Patienten können gleich gut ohne NL behandelt werden
    Grundsätze: mehr Personal für individuelle Betreuung! / Keine Gewalt! / Behandle jeden mit Respekt! / Sicherstellung von Unterkunft, Ruhe, Schutz, Essen und Unterstützung! / Auch ein Wachstum durch die Psychose erwarten! / Wertschätzung der subjektiven Erfahrung! / Positive Erklärungen und Optimismus! / Gemeinsame Suche nach Bedeutung und Sinn der Psychose in der eigenen Biografie! / Plausible Erklärungen für Krisen und auslösende Faktoren! / Der Betroffene ist Experte seiner eigenen Behandlung!

Download gesamter Vortrag auf www.psychiatrie.de