Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Willkommen beim BayPE ...

... für eine menschenwürdige Psychiatrie
     und die Stärkung der Selbsthilfe!


Inhalt:

  1. BayPE-Stellungnahme zu einer Petition an den Landtag
  2. Wie kann man Psychiatrie-Aufenthalte vermeiden?
  3. Bundesverfassungsgerichts-Urteil zur Fixierungspraxis
  4. Fachtagung für Psychiatrie-Erfahrene in Kloster Irsee
  5. Bayerisches PsychKHG – Positionspapier der Betroffenen vor Verabschiedung
  6. Einschränkung von Grundrechten nicht selbstverständlich (Pressemitteilung)
  7. Update zum bayerischen PsychKHG (= #Psychiatriegesetz)
  8. Informationsveranstaltung zum bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG)
  9. 6. Landestreffen der Bürgerhilfe in der Psychiatrie
  10. Stellungnahme zum Entwurf des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG)
  11. Konstruktive Kritik des BayPE zum PsychKHG-Entwurf
  12. Psychisch krank - und trotzdem geachtet und selbstbestimmt
  13. Rundbrief zum Jahresausklang 2017
  14. Todesschüsse bei der Bayerischen Polizei - Krisendienst zuerst!
  15. Per BayPE-Rundmail auf dem Laufenden bleiben ...


Zu wenig Platz für Patienten in Würzburg

Für mehr Raum und Rückzugsmöglichkeiten in psychiatrischen Kliniken

Wir durften Stellung nehmen zu einer Petition an den Landtag. Wir nutzen dies, um deutlich zu machen, dass genügend Raum und Rückzug in den Kliniken zentral wichtig für gelingende Krisenintervention und zur Verhinderung von Eskalation und Zwang sind.

12. Dezember 2018


Workshop in Augsburg

Wie kann man Psychiatrie-Aufenthalte vermeiden?

Am Samstag, den 15. Dezember 2018 findet in Augsburg ein Selbsthilfetag für Psychiatrie-Erfahrene statt. Ziel der EX-IT-Veranstaltung des Bundesverbandes PE ist es, Strategien, Möglichkeiten und Alternativen aufzuzeigen, wie man der Falle der Drehtürpsychiatrie entkommt.

10-16 Uhr - Hotel am alten Park - Fröhlichstraße 17

28. November 2018


Auflagen der Obersten Richter

Bundesverfassungsgerichts-Urteil: Fixierungen sind Freiheitsberaubung

Umso schwerer wiegt die Freiheitsberaubung, so das Bundesverfassungsgericht am 24. Juli 2018, da sie ja durch staatliche Organe in persona der Klinikärzte angeordnet wird. Die Gesetzgebung der Bundesländer ist in Jahresfrist so zu regeln, dass:

  • eine freiheitsentziehende Unterbringung nicht automatisch eine Fixierung rechtfertigen darf
  • Fixierungen über den Zeitraum einer halben Stunde hinaus einer richterlichen Anordnung bedürfen
  • die Fixierungspraxis vollständig dokumentiert werden muss
  • und dass die Betroffenen über ihre Rechte informiert werden müssen

Der Bayerische Rundfunk stellte sein Programm auf Bayern 5 am Tag der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ganz auf die Frage ein: Sind Fixierungen legal oder nicht? Prof. Josef Bäuml, Leitender Oberarzt am Klinikum Rechts der Isar, betonte im BR, dass ein Fixierter besonderer Fürsorge bedarf und dass man mit ihm oder ihr ständig in Kontakt sein muss, um eventuelle Wünsche zu erfüllen.

Artikel auf Bayern 5 zum nachlesen: https://www.br.de/nachricht/bundesverfassungsgericht-entscheidet-ist-die-fixierung-in-der-psychiatrie-legal-100.html

Hier das Urteil zum Nachlesen: Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24. Juli 2018 - allerdings sind das 40 Seiten schwerer Text.

28. Oktober 2018


Veranstaltungshinweis

Fachtagung für Psychiatrie-Erfahrene

1. November bis 3. November 2018
in Kloster Irsee

Programm und Anmeldung siehe Flyer:

Es geht um die Qualifizierung und Mitsprache Ehrenamtlicher gegenüber professionellen Institutionen und um die Organisation der Krisendienste in Bayern.

Kursleitung: Margarete Blank
Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener
BayPE e.V. Augsburg

22. Oktober 2018


Bayerisches PsychKHG – Positionspapier der Betroffenen vor Verabschiedung

Neun weitere Verbesserungsvorschläge

Am 11. Juli 2018 soll das bayrische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) verabschiedet werden. Wir melden uns noch einmal mit einem Positionspapier zu Wort und hoffen auf weitere Verbesserungen - zum Wohle der Menschen in Bayern und zum Schutz der seelischen Unversehrtheit wie wir den Abgeordneten geschrieben haben.

Die neun Punkte in Kurzform:

  1. Verzicht auf Meldepflicht bei der Polizei bei Entlassung nach Unterbringung
  2. Verzicht auf die Ermächtigung von Kliniken zum "unmittelbaren Zwang", was das Einfangen von Patienten beinhaltet
  3. Umformulierung der Unterbringungsvoraussetzung, so dass nicht von einer Einschränkung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit als Regel ausgegangen wird
  4. Präzisierung des Punktes "Schutz der Allgemeinheit" in der Präambel
  5. Bessere Fürsorge in der Unterbringung, einschließlich Bezugsbegleitung bei Fixierung und Schutzräumen für gefährdete Personen
  6. Verzicht auf die Beleihung anderer Einrichtungen als psychiatrischer Krankenhäuser zur Durchführung der Unterbringng nach PsychKHG
  7. Stärkung der Besuchskommissionen
  8. Soll-Regelung für die Hinzuziehung des psychiatrischen Krisendienstes durch die Polizei
  9. Aufwandsentschädigung und Doppelbesetzung für die Selbsthilfe in Gremien
06. Juli 2018


Einschränkung von Grundrechten nicht selbstverständlich (Pressemitteilung)

Psychiatriegesetz: Betroffene hoffen auf weitere Verbesserungen

Augsburg – Der Bayerische Landesverband Psychiatrie-Erfahrener (BayPE e.V.) ist erleichtert, dass bei der Sitzung des Gesundheitsausschusses am Dienstag umfassende Änderungen am kommenden Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG) auf den Weg gebracht worden sind. Der Entwurf hatte zuletzt für Schrecken unter den Betroffenen gesorgt.

Der Verband spricht sich weiterhin für Verbesserungen aus:

  • Soll allen psychisch kranken Menschen in Krisensituationen die Selbstbestimmungsfähigkeit abgesprochen werden? Der BayPE sagt: nein.
  • Soll Klinikpersonal Patienten einfangen dürfen? Der BayPE sagt: nein.
  • Sollen unbescholtene Menschen, die in zugespitzten Situationen als „fremdgefährdend“ eingeschätzt worden waren, nach Behandlung langfristig im Visier der Polizei bleiben? Der BayPE sagt: nein.

Der Verband begrüßt dagegen:

  • den schon länger geplanten bayernweiten Krisendienst. Zugespitzte Situationen können deeskaliert werden, bevor zum drastischen Mittel der Unterbringung gegriffen werden muss.
  • die Dokumentation von Zwang und Gewalt, die Kliniken am Patienten ausüben, zum Beispiel durch Einsperren oder „Fixieren“. Das Zwangsregister dient der Bewusstseinsbildung und der Suche nach besseren Handlungsoptionen.

„Die Einschränkung von Grundrechten darf nicht selbstverständlich sein – auch und gerade, wenn sie mit der Zuschreibung als ‚psychisch krank‘ verbunden ist“, so Nina Theofel, Referentin beim BayPE. "Die Chance auf ein innovatives Gesetz wurde noch nicht genutzt."

Pressemitteilung des BayPE e.V. vom 14.06.2018

14. Juni 2018


Update zum bayerischen PsychKHG (= #Psychiatriegesetz)

Auf Twitter kocht der Protest gegen das bayerische PsychKHG - dort #Psychiatriegesetz genannt - hoch. Viele Menschen wehren sich gegen die zu erwartende zunehmende Stigmatisierung. Auch in den Medien erscheinen immer mehr kritische Beiträge. Wir begrüßen diese Entwicklung!

Eine Möglichkeit, sich an dem Protest zu beteiligen, ist eine Petition auf change.org. Je mehr Unterschriften, desto besser! Es sind bereits über 67.000 und es werden stündlich mehr.

Derweil liegt der Gesetzentwurf in geänderter Fassung vom 10.04.2018 vor. Ein Abgleich mit unserer Stellungnahme zum alten Entwurf zeigt: der neue bringt keinerlei wesentliche Besserungen. Entsprechend ablehnend fiel weiterhin unser Statement hierzu aus, für das wir eine sehr knappe zeitliche Frist hatten.

Hier eine Twittermeldung von @GywerMelanie mit Zeichnung.

20. April 2018


Psychisch Kranke sind keine Straftäter!

BayPsychKHG - Rückschritt? Fehlschritt? Fortschritt?

Bericht von der Informationsveranstaltung am 17. April 2018

Eine informative und sehr gut besuchte Veranstaltung zum Entwurf des neuen Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz, einem brisanten Thema, das derzeit den Landtag beschäftigt und auch bei besorgten Betroffenen und Sozialarbeitern auf massive Kritik stößt.

Mit einer kurzen Einführung von Frau Wenk-Wolff, vom Bayerischen Bezirketag.

Mit engagierten PodiumsteilnehmerInnen:

  • Margarete Blank, Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
  • Prof. Peter Brieger, Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikum
  • Dr. Rolf Marschner, Rechtsanwalt, München
  • Karl Heinz Möhrmann, Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V.
  • Celia Wenk-Wolff, Bayerischer Bezirketag
  • Rudolf Winzen, Beschwerde- und Beratungsstelle KOMPASS
Souverän moderiert von Monika Dollinger.

Mit vielen interessierten TeilnehmerInnen (ca. 170 Personen z.T. auf dem Fußboden sitzend oder im Eingang stehend).

Vielen Dank an alle mitwirkenden, mitveranstaltenden und teilnehmenden Anwesenden!

Weitere Informationen und Fotos auf der Seite des Gesundheitsladens München.

19. April 2018


»Leben neu denken«

6. Landestreffen der Bürgerhilfe in der Psychiatrie

Samstag, 21. April 2018, 9.30 bis 17 Uhr in Haar bei München
kbo-Isar-Amper-Klinikum, Vockestraße 72

Leben neu denken - das ist das Motto der diesjährigen Veranstaltung des Vereins Bürgerhilfe in der Psychiatrie Landesverband Bayern e.V. im Klinikum Haar. Persönliche Schicksalsschläge und die damit verbundenen seelischen Erkrankungen erfordern eine Umgestaltung des bisher gewohnten Lebens. Die Tagung bietet bürgerschaftlich Engagierten mit oder ohne Psychiatrieerfahrung fachliche Informationen und Erfahrungsaustausch. Aber auch sonstige Interessierte sind herzlich eingeladen.

Den ersten Vortrag um 10.15 Uhr hält Prof. Dr. Peter Brieger, Ärztlicher Direktor am gastgebenden Klinikum. Dann spricht Diplom-Pädagogin Petra Rossmanith zum Thema "Genesung findet im Alltag statt". Nach der Mittagspause referieren Nina Theofel, Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrene e.V. und Martina Heland-Gräf, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener, zum Thema Achtsamkeitsübungen bzw. "Neu denken heißt, wie finde ich meine neue Mitte". Anschließend finden Workshops statt.

Für Psychiatrie-Erfahrene betragen die Kosten 10 EUR. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 9. April 2018 (siehe Flyer).

Flyer, Einladung, Anmeldung und Programm (PDF)

12. März 2018


Unsere Stellungnahme zum Entwurf des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG)

Gesetzestext stigmatisiert Betroffene

Wir hatten im Rahmen der Verbändeanhörung Gelegenheit, unsere Position zum vorliegenden Entwurf des bayerischen PsychKHG zu äußern. Diese ist sehr krititisch ausgefallen. Die vorliegende Stellungnahme kommentiert ein Gesetzesvorhaben, das weit hinter den Erwartungen zurück bleibt. Auch von Fachleuten, die wie wir im Vorfeld mitdiskutiert hatten, kommt überwiegend starke Kritik.

"Wir brauchen eine echte Perspektive für eine andere, gewaltfreiere Psychiatrie." (der BayPE zum PsychKHG-Entwurf)

Der Entwurf ist hier nachzulesen: Gesetzentwurf (Stand: 15.01.2018) der Bayerischen Staatsregierung
Bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsychKHG)
02. März 2018


Das bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz kommt - Änderungen sind möglich

Gesetzesvorhaben PsychKHG:
Fortschritte, Kritik und wie es weiter geht

Der größte Teil des bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) liegt uns mittlerweile als erster Arbeitsentwurf vor.

Wir haben an diesem Gesetz mitgearbeitet - warum? Wir wollten nicht, dass bei der Entstehung wieder nur über uns gesprochen wird. Wir haben mitgeredet und unsere Positionen deutlich gemacht. Wir haben von vielen Seiten auch gute Intentionen gespürt.

Was gibt es für Verbesserungen?

Obwohl die etwa 10 Prozent Hilfeteil noch fehlen, ist ein Fortschritt gegenüber dem derzeit gültigen Unterbringungsgesetz erkennbar:

Der Krisendienst bekommt eine gesetzliche Grundlage. Dafür haben wir jahrelang gekämpft, zusammen mit kompetenten Fach-Experten. Wir hoffen, dass über die Regelung der Hilfen, über den Aufbau der Krisendienste, die Situation so verändert wird, dass Psychiatrie und Gesellschaft immer öfters gewaltfreie Lösungen für zugespitzte Situationen finden.

Die Regelungen für die Anwendung von Zwang werden im Gesetz enger gefasst. Wir haben durch die Mitarbeit am Gesetz die Problematik von Zwang und Gewalt in der Psychiatrie ins Bewusstsein der Politiker gebracht. Hier wollen wir weiterarbeiten.

Die Ergebnisse zeigen auch: Die Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener ist eine ernst zu nehmende Kraft in Bayern geworden. Wir nehmen die Verantwortung an.

Die Vision einer gewaltfreien Psychiatrie wachhalten

Aber machen wir uns nichts vor. Der Blick auf „Schutz und Hilfen“ ist längst nicht ausreichend umgesetzt. Auch das neue Gesetz wird ein Gesetz sein, das die Unterbringung regelt. Die Bezeichnung „Hilfe-Gesetz“ ist nicht gerade ein Etikettenschwindel - aber auch nur die halbe Wahrheit.

Helfen möchte das Gesetz scheinbar vor allem den Menschen, die Angst vor uns „psychisch Kranken“ haben. Gewalt soll durch Wegsperren verhindert werden. Aber Gewalt löst keine Gewalt, sie erzeugt neue.

Wir treffen viele Menschen, die voller Wut sind. Die untergebracht wurden, zwangsweise auf Medikamente gesetzt, ans Bett gefesselt. Diese Maßnahmen sind keine Lösungen, zumindest keine nachhaltigen. Sie sind Teil des Gewaltproblems.

Auch das PsychKHG überträgt Macht auf psychiatrische Institutionen und bringt Menschen, die in Psychiatrien arbeiten, dazu, Gewalt ausüben zu müssen.

Auch das PsychKHG definiert (und stigmatisiert entgegen deklarierter Absichten) eine Personengruppe als „psychisch krank“ und erlaubt Eingriffe in deren Grundrechte.

Wir dürfen hier nicht stehenbleiben!

Wir wünschen uns: dass das PsychKHG sehr klar macht (klarer als bislang im Entwurf), dass Unterbringung und Zwang ultima ratio sind, also äußerste Mittel. Sie müssen drastisch reduziert werden. Sie müssen von der Regel zur echten Ausnahme werden.

Wir wünschen uns: dass eine gewaltfreie Psychiatrie als Ziel und langfristige Perspektive in der Präambel verankert wird. Auch wenn man sie (noch) nicht zu 100 Prozent umsetzen kann.

Wir kämpfen gewaltfrei für diese Vision.

Wie geht es weiter?

Im Januar 2018

  • werden die Ministerien angehört
  • wird das Kabinett das Gesetz beraten
  • und wir werden nochmals zum Gespräch ins Sozialministerium geladen, um die Rechte der Psychiatrie-Erfahrenen und -Patienten aus der Vorlage herauszuarbeiten, bevor ...

im Januar/Februar

  • erstmalig auch der BayPE zur Verbände-Anhörung in den Landtag geladen wird.

Ab März

  • wird das Gesetz im Landtag beraten, um ...

im Juli 2018

  • in Kraft zu treten.

Bis dahin sind Änderungsanträge möglich und danach gibt es sicher noch jede Menge zu ändern. PsychKHGs werden auch in anderen Bundesländern nach in Kraft treten weiter überarbeitet. Es gibt also auch dann weiterhin Einwirkungsmöglichkeiten.

Auf jeden Fall werden wir mit diesem Gesetz schon eine deutlich andere Ausgangslage haben, um uns für eine rechtliche und damit auch gesellschaftliche Weiterentwicklung einzusetzen.

(aus dem Rundbrief Nr. 2 vom Dezember 2017, bezieht sich auf den Entwurf des Gesetzes von vor Weihnachten)

01. Februar 2018


Kein Skandal um Rapper Diego:

Psychisch krank - und trotzdem geachtet und selbstbestimmt

Es ist völlig ok, wenn jemand selbstbestimmt direkt aus der Klinik in eine TV Show geht. So wie es völlig ok ist, direkt aus der Klinik zur Arbeit zu gehen. Eine Boulevardzeitung macht einen Skandal daraus. Vordergründig geht es ihr um den Schutz des Kandidaten. Vorstand Gerd Boge über den Fall des Rappers Diego bei DSDS:

"Hier werden Menschen wie im Zirkus vorgeführt", sagte die Professorin, das gilt aber für alle Kandidatinnen und Kandidaten. Am härtesten trifft es doch die, die Lampenfieber und Selbstzweifel haben, und die das negative Feedback nicht aushalten. Unser Kandidat scheint solche Probleme aber nicht gehabt zu haben, er legte einen kuriosen Auftritt hin und kam in die nächste Runde. Warum kam er in die nächte Runde? Hat er vielleicht wirklich Talent, vielleicht in einer bislang nicht gekannten Weise, oder ist das reine Häme, und man nimmt ihn nicht ernst und wartet zynisch darauf, wie er sich mit weiteren Peinlichkeiten endgültig demontiert? Ich bin mir da nicht sicher. Wenn Dieter Bohlen davon spricht, man könne doch mal etwas probieren mit jemandem, der ein bißchen verrückt ist - steckt da nicht auch ein wenig drin von dem, was wir positiv mit diesem Begriff verbinden?

Die entscheidende Frage ist für mich: wie hat der Kandidat sich dabei gefühlt, wie fühlt er sich jetzt und bei weiteren Auftritten, und später im Rückblick? Der Skandal ist für mich nicht unbedingt, dass man ihn hat auftreten lassen, das ist für mich ambivalent, den Skandal liefert mal wieder die Zeitung mit den großen Buchstaben. Anstalt!! Allein dieser Begriff macht mich schon wütend! Am Ende geht es doch nicht darum, dass es im eigenen Interesse des Kandidaten gelegen wäre, man hätte ihn am Auftritt gehindert - hat ihn jemand von der Redaktion gefragt, oder gar die Klinik, die offenbar hätte eingreifen sollen?!

Und wo bleibt da - das sehe ich genauso - das Selbstbestimmungsrecht des Kandidaten? Worum es dem Skandalblatt und seinen Lesern offensichtlich geht, ist, dass man das Publikum vor einem Verrückten hätte schützen müssen! Es gibt viele Leute, die gerne Geschichten erzählen - alternative Fakten -, das hat nicht zwangsläufig damit zu tun, das derjenige "krank" ist, dass er sich in Behandlung befindet!

Ich hatte mal Massage in einer Reha-Einrichtung. Es ist schön, wenn man da ins Gespräch kommt. Stutzig machte es mich allerdings, als der Masseur behauptete, sein Onkel sei der Bischof von Prag. Als dann erzählt wurde, bei einem anderen Verwandten hätte man einen der berühmten Flügeltüren-Mercedes aus den 50er Jahren verstaubt in einer Garage gefunden, war nun klar, dass wir uns in einer anderen Welt bewegten. Der Leiter der Einrichtung sagte mir später, dieser Masseur sei einer seiner besten Leute, der erzählt nun mal gern Geschichten, und alle waren zufrieden. Das Wort verrückt kam dabei gar nicht erst vor.

Gerd Boge

23. Januar 2018


Weihnachts-Rundbriefe verschickt

Der Rundbrief Nr. 2 wurde zum Jahresende an die Vereins-Mitglieder verschickt. Inhaltlich ging es diesmal um Kindergeld für Erwachsene mit Behinderung, bei denen diese schon vor Vollendung des 25. Lebensjahres vorlag. Weiter wurde von den Selbsthilfevereinen "Pandora" aus Nürnberg und "Irren ist menschlich" aus Regensburg berichtet, die kürzlich Jubiläen feierten. Unsere Referentin Nina gab desweiteren eine kurze Einführung in das Thema Achtsamkeit und am Schluss ging es um die Sinnsuche jenseits des Berufslebens. Wer Interesse an diesen Themen hat, lädt sich bitte den Rundbrief herunter...

Der BayPE-Vorstand und die Mitarbeiter wünschen allen Psychiatrie-Erfahrenen ein frohes Weihnachtsfest und Alles Gute für das Neue Jahr 2018!

21. Dezember 2017


Schreiben an Staatssekretär zu Polizei und PsychKHG

Todesschüsse bei der Bayerischen Polizei

22. November 2017


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30. März 2017


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