Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.


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Schreiben an den Deutschen Bundestag

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Rechts- und des Gesundheitsauschusses im Deutschen Bundestag,

Wir sind der Landesverband psychiatrie-erfahrener Menschen in Bayern und bitten Sie, bei dem Gesetzesvorhaben "Drucksache 17/11513 Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme" sich dafür einzusetzen, dass Zwangsbehandlungen auch weiterhin verboten bleiben und stattdessen hilfreiche Behandlungsformen wie z.B. in der »Soteria« (Gespräche, die auch die Inhalte der Psychose bearbeiten) gefördert werden.

Laut UN-Behindertenrechtskonvention ist Zwang nicht zulässig, sondern die Gleichstellung mit den Freiheitsrechten anderer Menschen zu schaffen. Zwangsbehandlungen von Personen mit psychischen Krisen sind schwere Menschenrechtsverletzungen, für die es keine Rechtfertigung geben darf.

Erfahrener Zwang traumatisiert die Patienten und verhindert das für eine erfolgreiche Behandlung notwendige Vertrauensverhältnis zu Ärzten, Pflegern und Institutionen. Viele Psychopharmaka haben gesundheitsgefährdende und lebensverkürzende Nebenwirkungen.

Wir bitten Sie herzlich, Zwangsbehandlungen zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

BayPE e.V.
Für den Vorstand

Margarete Blank

10. Dezember 2012